Anstatt nur „kurz“ die Welt zu retten, konzentrieren sich gerade viele Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen darauf, der Welt etwas Gutes zu tun, indem sie Bäume pflanzen. Dieser Trend ist sicherlich hilfreich und unterstützt dabei, das Klima zu verbessern und unserer Erde etwas zurückzugeben, denn eines ist sicher: Wir sind hier die Besucher und nur für eine kurze Zeitspanne zu Gast - und Besucher haben sich zu benehmen, das weiß schon jedes Kind. Eher aus unserer Experimentierfreude und einer Laune heraus haben die Hohenfelder Kindergartenkinder sich dem Trend, Bäume zu pflanzen, angeschlossen - beginnend mit der Entdeckung, dass in unserem Sandkasten etwas wächst, und der Feststellung, dass es eine Kastanie ist, die Kinder offenbar im Herbst dort vergraben haben. Wir fragten uns, ob Kastanien in einem Glas mit Erde wohl auch wachsen würden und wie groß sie wohl werden. Gefragt, getan: Die Kastanien wurden in einem Glas mit Erde eingegraben, gegossen und regelmäßig bewundert, denn man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Wurzeln aus so einer Kastanie kommen. Als das Glas irgendwann für die zwei Kastanien zu klein wurde, mussten sie umgetopft werden - „am besten in den Wald“. Nach Rücksprache mit einem Hohenfelder Waldbesitzer bekamen wir den Tipp, die Kastanien lieber noch ein paar Jahre zu hegen und zu pflegen und dann einen passenden Standort auszuwählen, damit die Kastanie auch wirklich wachsen und groß werden kann, um viel Sauerstoff zu produzieren. Deshalb zieren nun zwei kleine Möchte-Gern-Kastanien den Eingang unserer Einrichtung und werden von uns groß gezogen. So spannend dieses Experiment ist und so löblich der Gedanke, neue Bäume wachsen zu lassen, um so wichtiger ist es jedoch, den biblischen Schöpfungsauftrag ernst zu nehmen und die Schöpfung zu bewahren. Aus diesem Grund gehen wir so oft wie möglich raus in die Natur, machen Ausflüge in Wald und Flur und entdecken Gottes wunderbare Welt mit all ihren Geheimnissen und Wundern - nur so lernen Kinder unsere Erde kennen, schätzen und lieben, und erfahren, wie sie verantwortungsvoll mit diesem Geschenk umgehen können!.-

Von: Nina Hahn, Leiterin Kindergarten Zauberbaum, Sickershausen.