Zum 90. Geburtstag, den Ernst Mosch am 7. November gefeiert hätte, widmete die Blaskapelle Altmannshausen ein Programm mit Titeln ausschließlich aus dem Repertoire der Egerländer Musikanten. Die Stimmung in der voll besetzten Iphöfer Karl-Knauf-Halle war bestens, nur den Organisatoren der Blaskapelle tat es leid, dass sie einigen Besuchern wegen Platzmangels den Eintritt verwehren mussten.

Es erklangen Uralt-Titel aus der Anfangszeit der Egerländer wie „Fuchsgraben Polka“, „Rauschende Birken“ oder „Blaue Augen“. Beim Intonieren der Polka „Der Buntspecht“ brillierten die Klarinettenspieler und zeigten was sie so drauf haben, ebenso bei dem Stück „Goldene Musik“ kamen die Hölzer zum Klingen. Haben die Altmannshäuser bisher auf Gesang verzichtet, so trat am vergangenem Sonntag das Duo Manuela Fries und Günther Schell mit Titeln wie „Kannst du Knödel kochen“ und „Böhmischer Wind“ zum ersten Mal auf.

Der Abend wurde aufgelockert mit zwei Video-Einspielungen, die den Blasmusiker Mosch live auf der Bühne zeigten. Eine besondere Überraschung hatte sich Bettina Henninger , die Leiterin der Blaskapelle einfallen lassen: Nach der Pause erschien eine kleine Besetzung in Vagabunden-Outfit und spielte den Titel „Pfeffer und Salz“ in der Besetzung der „Straßenmusikanten“, die Ernst Mosch neben seinen Egerländern gründete. Bei Evergreens wie „Egerland Heimatland“, „Egerländer Musikantenmarsch“ und „Wir sind Kinder von der Eger“ hielt sich das Publikum nicht zurück und sang lauthals mit. Durch das Programm führte Graf Karl zu Castell-Rüdenhausen.