Für die Kindergartengebühren wurde eine Anpassung fällig, nachdem die letzte Erhöhung im Mai 2015 beschlossen worden war. Der Beschluss dazu wurde in der Sitzung des Marktgemeinderates im Kulturhaus einstimmig gefällt. Bürgermeister Peter Sterk bezifferte die jährlichen Ausgaben für den Kinderhort auf etwa 700.000 Euro, wozu der Freistaat rund 360.000 Euro beiträgt und die Eltern 80.000, "den Rest bezahlt die Gemeinde". Der Personalkostenanteil liegt in diesem Jahr aufgrund der Lohnkostenentwicklung bei etwa 530.000 Euro für voraussichtlich zwölf Mitarbeiterinnen.

Der Bürgermeister konnte sich eine Erhöhung der monatlichen Gebühr für den Kindergarten bei einer Kernzeit bis vier Stunden von bisher 80 auf 82 Euro und für jede weitere Stunde zwölf Euro – bisher zehn – vorstellen. Bei der Kinderkrippe schlug er bei vier Stunden Kernzeit 136 Euro (bisher 135) und für jede weitere Stunde eine Erhöhung von zehn auf zwölf Euro vor. Zur finanziellen Seite gab es auch die Erklärung, dass die Eltern unter familiären Voraussetzungen einen staatlichen Zuschuss bekommen. Zu den künftigen Beiträgen gab es eine kurze Diskussion, da den meisten Ratsmitgliedern die Erhöhung doch etwas gering erschien. Der Bürgermeister machte auch einen Vergleich mit anderen Kindergärten, die mehr verlangen als die Gemeinde Großlangheim. Schließlich einigte man sich auf 86 Euro für den Kindergarten und 138 Euro für die Krippe ab dem 1. September.

760 Haushalte erhalten einen Glasfaseranschluss

Die Telekom wird 2024 in Großlangheim für über 760 Haushalte Glasfaseranschlüsse bis ins Haus legen. Sie arbeitet dabei im Auftrag der Firma "GlasfaserPlus". Man werde darauf achten, dass die Arbeiten zügig vorangehen, kündigte der Bürgermeister an. Er bezeichnete Glasfaser als "die Technologie, die die zukünftig benötigten Datenmengen transportieren kann. Ein Glasfaseranschluss ist genauso wichtig wie ein Anschluss an Strom, Wasser oder Gas, außerdem steigert er den Wert der Immobilie".

Zum Stand der Dinge in Sachen "Abwasserkanal zur Kitzinger Kläranlage" wird es nach Aussage des Bürgermeisters voraussichtlich übernächste Woche eine Baubesprechung und im Juli an verschiedenen Punkten der Trasse entlang des Bimbachs Baustelleneinrichtungen geben. Anhand von bildlichem Überblick wurde der Verlauf des Kanals erklärt, der rund 1,7 Millionen Euro kosten dürfte und zu dem es auch noch Informationen zur Strecke entlang des Radwegs auf Kitzinger Gemarkung geben wird. "Voraussichtlich wird von unten nach oben, also von Kitzingen nach Großlangheim, gebaut".

Kirchturm weist minimale Schäden aus

Für das Baugebiet "Am Kalkofen" und das Gewerbegebiet an der Hörblacher Straße ist eine tierökologische Begutachtung notwendig, die nach Prüfung durch das Ingenieurbüro Auktor an den Diplomgeografen Bernd Vogelsang vergeben wurde, "beim neuen Baugebiet 'Am Kalkofen' kommen wir Schritt für Schritt voran".

Bekannt gegeben wurde, dass die Estricharbeiten für den dritten Bauabschnitt im "Haus für Kinder" an eine Firma aus Versbach, die Fliesenarbeiten an die Firma Krempel (Rimpar), die Schreinerarbeiten an die Firma Endres (Mainstockheim) und die Schlosserarbeiten an die Kleinlangheimer Firma Swetlik vergeben wurden, "die Metallkonstruktion für die Treppe ist schon eingebaut", erklärte der Bürgermeister zu letztgenanntem Auftrag. Gezeigt wurden Drohnenfotos vom Großlangheimer Kirchturm, der mit Schiefer gedeckt ist und minimale Schäden aufweist. Eine Inspektion soll noch folgen.

Da Großlangheimer Belange nicht berührt sind, wurden der Bebauungsplan "Photovoltaikanlage Düllstadt II" des Marktes Schwarzach bei einer Gegenstimme, der Firma "Intraprofil Fröhstockheim" der Gemeinde Rödelsee und der Bebauungsplan "Großlangheimer Straße Nord" der Stadt Kitzingen einstimmig befürwortet.