Die Vorfreude ist groß, die Anspannung spürbar. Vor allem aber gibt es noch viel zu tun vor den beiden Sitzungen der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG) am Samstag (14. Februar) und Rosenmontag (3. März) im Dekanatszentrum. „Wir bieten wieder höchstes Niveau“, verspricht Sitzungspräsident Bernhard („Bernd“) Nägle beim Redaktionsbesuch. „Es gibt einen Mix aus Neuem und Bewährtem.“

Zu den Premieren bei der ersten Sitzung zählt der Auftritt von Matthias Walz. Der Karlstädter Humorist war mit seinem Piano vergangenes Jahr bei „Fastnacht in Franken“ erstmals mit von der Partie und wurde vom Publikum für seine frechen Lieder frenetisch gefeiert. Das gilt auch für die „Erlabrunner Narreköpf“, die bei der TV-Sitzung mit ihren originellen Texten und ihrem fantasievollen Kopfschmuck begeisterten.

Ein Könner ist auch Michael von Prümmer aus Oberthulba. Der Gemeinderat war bei „Franken sucht den Supernarr“ als „Lehrer Lämpel“ am Start. Als echter Lehrer beherrscht er die Rolle aus dem Eff-Eff, zumal der ganz alltägliche Schul-Wahnsinn noch immer die besten Geschichten schreibt. Zu guter Letzt gibt es auch neue Töne im Dekanatszentrum: Die „Schwarzier Buam“ Manfred, Markus und Julian aus Schwarzach sollen bei beiden Sitzungen für zünftige Musik sorgen.

Unter „Bewährtes“ spricht Nägle vor allem von Fastnacht-Topstars wie Michl Müller, Peter Kuhn, Pierre Ruby oder Otti Schmelzer, die feste Größen im Kitzinger Programm sind. Neben alten Bekannten wie Günter Stock und Freddy Breunig darf man auch wieder auf die lokalen Asse gespannt sein: KiKaG-Präsident Wolfram Beha gibt sich wieder als Erznarr die Ehre, und auch Pfarrer Uwe Ahrens wird das lokale Geschehen mit bissigen Kommentaren versehen.

Bei den Tanzeinlagen ist neben den Nachwuchsgarden der KiKaG auch das Dettelbacher Tanzpaar Jana Schmidt und Kilian Kuhn zu sehen, die schon Titel auf bayerischer und deutscher Ebene gewonnen haben. Gastgesellschaft bei der ersten Sitzung ist wie im vergangenen Jahr der Zellinger Fastnachtsverein, an Rosenmontag die KoKaGe Wiesentheid mit dem Männerballett „Gentlemen“.

Sorgen bereitet Bernd Nägle die Hallenfrage. „Ich wäre sehr dafür, dass das Casino im Innopark zur Stadthalle ausgebaut wird“, so der Sitzungspräsident. Dort könnten 500 Besucher unterkommen, seien 400 Parkplätze vorhanden. Im Dekanatszentrum hingegen seien nur 320 Besucher zugelassen, die technischen und räumlichen Möglichkeiten begrenzt. „Aber wir sind froh, dass es diesen Saal gibt.“ Nägle hat alle Kitzinger OB-Kandidaten am 14. Februar eingeladen: Und wer weiß, vielleicht kommt die Hallenfrage dann ja sogar zur Sprache. . .

Was aber darf man generell von Sitzungspräsident Nägle erwarten, der 2013 seine Feuertaufe gut bestanden hat? „Ich will noch eine Schippe drauflegen“, verspricht der Mann, der vor 36 Jahren zur KiKaG gekommen ist, damals als Mann für Beleuchtung und Elektrik. „Es gibt vermutlich nichts, was ich bei unserer Gesellschaft noch nicht gemacht habe“, so Nägle. Als Sitzungspräsident wird er sich treu bleiben, sein Ding machen. „Ich bin vor allem dazu da, die Fäden zu ziehen. Und nicht, um im Vordergrund zu stehen.“

Karten für die beiden Sitzungen und für die Kindersitzung am 23. Februar (14 Uhr) im Dekanatszentrum gibt es beim Buchladen Sauerbrey, Obere Kirchgasse 1, Kitzingen, Tel. (0 93 21) 89 94.