Was beim 620 Mitglieder (18 mehr als im Vorjahr) straken und damit größten Verein der Markgrafenstadt so alles läuft, ist beachtlich. Seit wenigen Monaten stellen die Mainbernheimer wieder zwei Fußballmannschaften, von denen die erste den Titel des Herbstmeisters recht schnell für sich klar machen konnte und in ihrer Klasse Aspirant auf die Spitze ist. Abteilungsleiter Uwe Dietz berichtete von 46 Spielern im Kader, die vom Trainerduo Kai Siemers und Kabil Jabiri auf den Platz geschickt werden.

Weniger erfolgreich die Bilanz von Monika Rehberger: Die Abteilungsleiterin Handball hat zwar fünf Erwachsenen- und neun Jugendmannschaften sowie drei Schiedsrichter in ihrem Sprengel, die in der HSG Mainfranken spielen. Mit den Erfolgen sah es aber im vergangenen Jahr eher mau aus. Zur Nachwuchswerbung setze man stark auf Werbung in Schulen und Kindergärten.

Herbert Pieper berichtete von seiner 87 Mitglieder starken Tennis-Mannschaft und von den Herren 65, die in der Landesliga Meister geworden sind und jetzt in die Bayernliga aufsteigen. Drei Mannschaften gibt es in Mainbernheim, es plagen aber Nachwuchssorgen. Immerhin würden die vier Plätze in vielen Stunden freiwilliger Leistung in Schuss gehalten.

Breitensport-Leiter Walter Hagenauer freute sich, dass seit Oktober vergangenen Jahres 15 Kinder ab drei Jahren in der neuen Karate-Gruppe Selbstverteidigung üben. Zudem gibt es neben dem beachtenswerten Reigen an Angeboten von Gymnastik bis Volleyball auch zwei Garde- und Showtanzgruppen.

Für die Abteilung Vergnügen sprach Harald Mönch, der vor allem den ausverkauften Kappenabend an Fasching herausstellte, jedoch über den schwach besuchten Rosenmontagsball klagte. Er appellierte an die Mitglieder, die Veranstaltung wieder besser zu besuchen. Am 28. Mai finde das Helferessen im Vereinsheim statt.

Dieses wird immer mehr zum Problemkind, wie im Bericht von Kassier Wolfgang Wick deutlich wurde. Da seit zwei Jahren kein Pächter mehr die Gastwirtschaft betreibt, die laufenden Kosten jedoch eben fix sind, werde an dieser Stelle Verlust erwirtschaftet, was auch den hauptsächlichen Anteil am dicken Gesamtminus von rund 5000 Euro ausmacht. Gestiegene Kosten an anderen Stellen sowie eine überraschende Umsatzsteuernachzahlung hatten der Vereinskasse im vergangenen Jahr zusätzlich zu schaffen gemacht. Ausgaben fielen an für die Überdachung vor dem Sportheim und den frischen Schotter auf dem Parkplatz. Die Suche nach einem neuen Wirt werde intensiviert. Ebenso müsse man überlegen, mit Veranstaltungen in Eigenregie mehr Gewinn zu machen. In diesem Punkt zeigt sich der Verein rege. Alleine die Abteilung Handball trägt mit dem Kellermühlenfest jährlich zur Haben-Seite bei. Am 14. Mai wird es wieder ein Steckerlfisch-Essen geben. Am 6. August kommt Sebastian Reich mit Nilpferd Amanda in die Mehrzweckhalle. Zudem habe man in 2015 bei mehreren kleineren Events in der Vereinsgaststätte sowie der Weihnachtsbaumverkauf, den es heuer auch wieder geben wird, guten Umsatz gemacht. Wick freute sich über rund 10 000 Euro Spenden sowie den Zuschuss von etwa 6000 Euro seitens der Stadt Mainbernheim, zu denen sich noch circa 2000 Euro vom Landkreis gesellen.

Vorsitzender Thomas Böh von Rostkron und der Stellvertreter Bernd Gaubitz überreichten die goldene Ehrennadel des Vereins drei Mitgliedern, denen diese Ehrung noch vor Erreichen der eigentlich vorgesehenen 40 Jahre für deren besonderes Engagement zuteil wird: Harald Mönch (Eintrittsjahr 1980), Gisela Ruf (seit 1985 dabei) und Wolfgang Wick (Mitglied seit 1983). Eine besondere Ehrung gab es für Heidi Strobach und Birgit Schuster: Obwohl keine Mitglieder, sind die beiden Damen die treibende Kraft bei Regie und Kostümen beim TSV Fasching. Zudem wurden für 25 Jahre Ingrid Fink, Martin Gebert, Manfred Fuchs, Nathalie Korb, Martha Lindner, Stephanie Pölläth, Mauro Prantl, Britta Scholler und Robert Stupac sowie für 40 Jahre Ulla Thomann, Sonja Henning, Helmut Fink, Martin Reinhart und Hartmut Zehner geehrt. Einige waren bereits im Dezember bei der Weihnachtsfeier anwesend, um ihre Urkunde zu empfangen. Leider war keiner der Geehrten aber diesmal persönlich erschienen, was den Vorsitzenden ins Grübeln brachte.

Turnusgemäß waren verschiedene Ämter im Vorstand neu zu wählen. Bernd Gaubitz bleibt stellvertretender Vorsitzender, Inge Gregor übernimmt Walter Hagenauers Amt als Abteilungsleiter Breitensport, der dafür neben Ernst Zürlein als Kassenprüfer fungiert. Günter Dietz bleibt Abteilungsleiter Bau. Den Posten der stellvertretenden Schriftführerin übernimmt Melanie Jäger. Kassier Wolfgang Wick macht sein Amt noch zwei Jahre weiter, dann muss aber eine neue Person für das Finanzielle gefunden werden.