Mit einem eigenen Konzept will die Stadt Iphofen den Naturtourismus in ihren sieben Stadtteilen entwickeln und fördern.  Was das bedeutet, hat Bürgermeister Dieter Lenzer am Montagmittag gegenüber dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) klar gemacht. Es gehe um "sanften, nachhaltigen Tourismus", sagte Lenzer und um ein "naturtouristisches Leitbild". Die Ideen und Gedanken, die es dazu aus verschiedenen Richtungen gibt, sollen zu einem Paket gebündelt werden.

Der Minister war gekommen, um persönlich einen Förderbescheid seines Hauses zu überreichen. Mit rund 14 000 Euro unterstützt das Umweltministerium die Iphöfer Initiative und das 35 000 Euro teure Konzept, das die Stadt auf den Weg gebracht hat. Glauber sprach von "naturnahem Tourismus in verschiedenen Ausprägungen" und schwärmte von einem "Naturschatz", den es dergestalt zu bergen gelte, dass er gleichzeitig geschützt werde.

Zu Vor-Corona-Zeiten in Auftrag gegeben, zielt das Konzept auch auf die veränderten Sehnsüchte deutscher Touristen ab. Ferien im eigenen Land zu machen hat in der Pandemie stark an Beliebtheit gewonnen. Dieser Reflex soll nach einem Ende der Seuche nicht verkümmern. Für Glauber kann das Naturtourismuskonzept einen wesentlichen Beitrag dazu leisten: dann nämlich, wenn es gelingt, die bisherigen Ansätze  "mit klugen Instrumenten zu begleiten, um den Urlaub daheim genießen zu können".

Die Stadt ist nun dazu aufgerufen, mit Hilfe aller lokalen Akteure einen Fünf-Jahres-Plan mit Zielen und Strategien zu entwickeln und klarzumachen, wie sie diese Pläne umzusetzen gedenkt. Bürgermeister Lenzer ist überzeugt, dass dies nicht nur Iphofen, sondern den ganzen Landkreis bereichern werde. Landrätin Tamara Bischof sieht in der Initiative der Stadt ein "gutes Zeichen, Natur, Tourismus und Kultur unter einen Hut zu bringen".

In einer früheren Version des Artikels haben wir Umweltminister Thorsten Glauber der CSU zugeordnet. Er gehört aber den Freien Wählern an. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.