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Kitzingen

Mit Gewalt den Auszug der Frau verhindert

Aus dem Gericht: Wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung muss ein 45-Jähriger eine Geldstrafe in Höhe von 5500 Euro zahlen
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Ein Gewaltausbruch in der Ehe beschäftigte die Kitzinger Strafrichterin. Foto: Oliver Berg (dpa)

Es war der erste Gewaltausbruch nach 28 Jahren Ehe: Als seine Frau ihn verlassen wollte, hat ein 45-Jährige sie im Keller eingesperrt und beim nächsten Versuch mit einer Handtasche geschlagen. Wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzung ist er dafür zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Seine Reue und die Tatsache, dass beide Eheleute ihr Problem mit professioneller Hilfe angehen, haben ihn vor einer Freiheitsstrafe bewahrt.

Unter "häusliche Gewalt" läuft das, was im Februar 2019 in und vor einem Haus in Kitzingen passierte. In der Ehe hat es gekriselt. Die Geschäfte des Autohändlers liefen schlecht. Zudem hatte er seinen Führerschein wegen einer Alkoholfahrt los. Die Frau war gerade arbeitslos geworden. Dann kam Eifersucht ins Spiel. Warum, konnte er nicht sagen, aber der Mann ging davon aus, dass seine Frau einen Anderen hat.

Als die dann ihre Tasche packte und das gemeinsame Haus verlassen wollte, rastete der Mann aus, wobei auch Alkohol eine Rolle spielte. Er zerrte seine Frau ins Haus zurück, sperrte sie für rund 15 Minuten in den Keller. Als sie es noch einmal versuchte, stieß er sie von hinten um und schlug mit der Faust und der Handtasche auf die am Boden liegende Frau ein. Nachbarn bekamen das mit und informierten die Polizei. Die Sache war vorbei.