In der Zeit vom 21. bis 26. Juli erhielt eine 55-jährige Frau aus dem Kitzinger Landkreis Anrufe eines unbekannten Täters, der sich als Mitarbeiter ihrer Bank ausgab. Die angezeigte Nummer wurde durch den Täter "gespooft", das heißt, in der Telefonanzeige erschien tatsächlich eine Telefonnummer der Bank, schreibt die Polizei in ihrem Bericht.

Der Unbekannte fragte, ob die Frau die Briefe zur Umstellung des Online-Banking erhalten habe, was bislang nicht der Fall war. Letztendlich wurden die Briefe zugestellt, und die Frau führte, wie beschrieben, mit ihrer Bank die Änderung des TAN-Verfahrens durch. Sie installierte die Apps für das neue Online-Banking-Verfahren. Außerdem gab sie einen Link aus dem täuschend echt aussehenden Brief ihrer Bank in den Internetbrowser ein.

Auf der „falschen Internetseite“ gab die Geschädigte dann die Zugangsdaten für die neu installierten Banking-Apps ein. Der Unbekannte fischte so die Daten ab und tätigte mehrere Überweisungen. Teilweise konnten die Überweisungen zurückgenommen werden. Es entstand ein Beuteschaden von mehreren Tausend Euro.

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