Auf große Zustimmung im Kitzinger Stadtrat stieß kürzlich ein Antrag der ÖDP, der den Öffentlichen Personen-Nahverkehr verbessern soll. Der Antrag sieht vor, dass die Stadtverwaltung in diesem Jahr eine Bedarfsanalyse für ein Stadtbuskonzept erstellen soll. Das Ziel: die Stadtteile mit der Altstadt, dem Bahnhof, der Klinik und den Friedhöfen zu verbinden. Im Idealfall soll daraus ab dem Jahr 2022 ein Stunden-Takt werden, so die Vorstellung der ÖDP.

Spätestens ein Jahr später soll der Stadtbus dann auch regelmäßig das Uni-Gelände am Hubland in Würzburg anfahren. Das Hubland ist mittlerweile das Zentrum für die Studenten in Würzburg. Zwar ist Kitzingen über die Bahnlinie gut mit dem Würzburger Bahnhof vernetzt. Von dort ist der Weg in den entfernt gelegenen Stadtteil Hubland aber noch weit. Deshalb würde die ÖDP eine Bus-Direktverbindung vorziehen.

Wie schlau will die Stadt werden?

Den zeitlichen Vorlauf braucht das Projekt, weil die Stadtverwaltung bei der Vernetzung der Stadtbuslinie mit dem Landratsamt reden muss, das den ÖPNV im Landkreis organisiert. Für die Linie nach Würzburg sind darüber hinaus auch Gespräche mit Würzburg und Nachbargemeinden nötig. Der Stadtrat unterstützte den Antrag mit 26:3 Stimmen.

Ein weiterer Vorstoß der ÖDP ging in die Richtung, die Möglichkeiten einer "Smart City" für Kitzingen zu prüfen. Darunter versteht man laut Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU) vielfältige Möglichkeiten der Digitalisierung im Stadtgebiet. Welche städtischen Bereiche und Dienstleistungen in welcher Form digitalisiert werden können, müsse allerdings zunächst diskutiert werden. Der OB brachte es mit Blick auf den Begriff Smart City auf die Frage: "In welchen Bereichen wollen wir schlau (smart) sein?" Die Verwaltung möchte den Stadtrat dazu in Zukunft informieren.