Neben dem alles überstrahlenden Thema Umgehung Volkach-Gaibach lieferte das am Montag bei der Sondersitzung des Stadtrats vorgelegte Verkehrsgutachten noch weitere Ausblicke. Vor allem darauf, dass die Stadt in den nächsten Jahren einige Kreisverkehre bekommen könnte.

Interessant für Orte, die beim Kampf um einen Kreisel – wie Marktsteft beim Gewerbegebiet Traugraben – bisher auf Widerstand stießen, dürfte die Botschaft des Verkehrsexperten Reinhold Bayer (Büro BSV, Aachen) sein. Nach dessen Aussagen geht der Vergleich von Kreisverkehr und Ampel ganz klar an den Kreisel. Die Zeit, die Autofahrer vor Rotlichtern verlieren, sei rund 30 Prozent höher als am Kreisverkehr.

Die Konsequenz: Vier Kreisel könnten bei konsequenter Umsetzung dieses Ergebnisses an der Teilumgehung im Volkacher Osten entstehen, zwei weitere an den Anschlusspunkten der geplanten Umgehung nahe Gaibach. Ob die Umbauten an den vier Kreuzungspunkten tatsächlich Kreisverkehre werden, ließ Michael Fuchs vom Staatlichen Bauamt noch offen. Dass die von ihm geleitete Abteilung Straßenbau hier – vor der Realisierung der Umgehung – die Knoten umbauen will, bestätigte er hingegen.

Der Widerstand gegen Minikreisel scheint bei den Straßenbaubehörden ebenfalls schwächer geworden zu sein. Baiers Empfehlung, an der Kreuzung Staatsstraße/Fahrer Straße und an der Kreuzung Staatsstraße/In der Röthe so den Verkehr zu kanalisieren und das Tempo gleichzeitig zu dämpfen, stieß bei Fuchs nicht auf Widerspruch. Auch bei Fahrbahnteilern mit Mittelinsel für Fußgänger – geplant beispielsweise für die Gaibacher Straße – scheint der behördliche Widerwille laut Baier zu schrumpfen: „Die Liebe wächst“.

Weil Parkplätze in Volkach immer ein Thema sind, hat das Verkehrsgutachten auch hier ein „Zielkonzept“ parat. Baiers „Idee“, hinter dem Bahnhofsgebäude das Parken um 150 bis 200 Stellplätze zu erweitern, soll den Parkdruck um den oberen Markt ein Stück weit wegnehmen.