Ein seit Jahren schwelender Streit zwischen zwei benachbarten Landwirten ist aus Sicht der Kitzinger Polizei am Donnerstag eskaliert. Wie Polizeisprecher Gerhard Klebrig auf Nachfrage dieser Redaktion am Freitag berichtete, hatte ein Landwirt zwei Eggen auf einer Wiese an der Haidter Straße abgestellt. Seine Absicht war es offensichtlich, einen Landwirt von nebenan daran zu hindern, mit dessen Erntefahrzeugen über die Wiese zu fahren.

Warum besagter Nachbar dennoch mit seinem Traktor auf die Wiese fuhr und dabei die Eggen womöglich übersah oder gar absichtlich darüber fuhr, entzieht sich der Kenntnis der Polizei. Jedenfalls wurde bei der Aktion der Traktor des Landwirts beschädigt. Die verständigte Polizei fertigte laut Klebrig eine Ereignismeldung an. Es sei noch ungeklärt, ob es sich bei dem Fall um eine mögliche Straftat oder eine zivilrechtliche Angelegenheit handelt.

Fragwürdiger Post auf Facebook

Fragwürdig bleibt vor diesem Hintergrund, weshalb der Landwirt, dessen Traktor beschädigt wurde, noch am gleichen Tag auf Facebook in einem öffentlich einsehbaren Post von einem "kranken Menschen" spricht, dem er nichts Gutes wünscht. Er erweckt in dem Post den Eindruck, dass er beim Maishäckseln Opfer eines gezielten Anschlags geworden ist.

Doch laut Polizei deutet in diesem Fall nichts darauf hin, dass weitere Landwirte gefährdet sind. Der Anschlag sei nicht mit den Anschlägen zu vergleichen, denen Landwirte zuletzt im Raum Gerolzhofen und im Landkreis Haßberge zum Opfer fielen. Dort wurden Metallteile, beispielsweise Schrauben, gezielt in Maisäckern versteckt. Wenn diese in Erntemaschinen geraten, entstehen nicht nur enorme Schäden – die davonfliegenden Metallteile können leicht Menschen tödlich verletzten.