Bereits zum zweiten Mal fand im Eventzentrum Strohofer in Geiselwind eine Messe für Fischereibegeisterte statt. Unterstützt von dem Online Forum Main-Angler.de hatte hier der Salmo Verlag als Veranstalter für die Liebhaber des Angelsports ein vielfältiges Angebot vorgestellt. An die 4000 Besucher konnten sich über alles, was mit dem Hobby Angeln zu tun hat, informieren. Händler aus ganz Deutschland präsentierten die neuesten Gerätschaften und in der Anglerszene bekannte Experten und Autoren hielten Vorträge und zeigten in Workshops die aktuellen Taktiken beim Fischen.

Zahlreiche neue Angelrollen und Köder

Einen Ansturm von Interessierten hatten zum Beispiel die Stände, welche die neuesten Angelrollen anboten. Hier gab es Rollen mit einem Elektromotor oder Rollen mit digitalen Anzeigen, wo die eingestellte Tiefe des Köders, die Fließgeschwindigkeit des Wasser sowie die Wassertemperatur zu erkennen waren.

Aber auch die Frage nach dem Köder ist allgegenwärtig und wurde von Spezialisten richtiggehend zelebriert. Jeder Fisch braucht seinen eigenen Köder, der in Form, Geruch und Farbe seine Eigenheiten hat. „Jeder Köder ist ein Unikat bei mir“, erzählte stolz ein Besucher. Das Beste, was es angeblich derzeit gibt, kommt aus Schweden: ein „Schleppwobbler“. Das ist ein kleiner Kunstfisch, der über Gelenke natürliche Bewegungen des Fischkörpers nachahmt. Fast kurios erschien da an einem anderen Stand ein ausgestelltes Wasserbecken, in dem als Köder Blutegel herumschwammen – für denjenigen, der Jagd auf Zander und Barsche macht.

Echolote in allen Variationen

Grenzen im „High Tech“ des Fischens schien es nicht zu geben. Ein Messestand bot Echolote in allen Variationen an. „Im Prinzip nichts Neues“, meinte dazu Stefan Lechner von der Firma „Waller Fishing Tours“ in München. „Das Fischen mit Echolot gibt es schon lange, nur die Technik ändert sich halt ständig“ betonte er. Mit dem Gerät, das entweder fest in einem Boot eingebaut oder auch stationär am Ufer verwendet werden kann, ist es dem Angler möglich, alles „unter Wasser“ zu beobachten.

Untiefen, Erhebungen und Hindernisse am Grund und nicht zuletzt sich annähernde Fische. „150 bis 3000 Euro muss man für solche Geräte zahlen“ gab Lechner auf Frage an. „Es kommt auf die Größe und die technische Vielseitigkeit an.“

Bis zu 500 Euro kostet eine Erstausrüstung

Marius Thies von der Firma „Die Angelei“ aus Ehingen hatte in seinem Stand alles, was ein Angler als Grundausrüstung für seinen Sport benötigt. Ruten in allen Längen, Schnurrollen, Haken und Blinker, Gewichte und Gerätschaften zum Herausziehen des Fanges. „Der Einsteiger muss so 400 bis 500 Euro ausgeben, wenn er eine Erstausrüstung kauft“ erläuterte er. Wem es bei all den technischen Informationen und Expertengesprächen dann doch zu viel wurde, der hatte bei Workshops und Vorträgen die Möglichkeit, sich in Ruhe das Filetieren von Fischen zeigen zu lassen.

Auch konnte man sich hier informieren, wie welcher Fisch am besten – grillen, braten oder pochieren – zubereitet wird.