Die Stadt mit dem Main verbinden – dieses Ziel verfolgt der neue Bürgermeister Harald Kopp in Marktbreit. Über diese Pläne und weitere aktuelle Themen informierte sich der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib bei seinem kommunalen Basis-Gespräch mit Kopp, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten.

„Vorstellbar sind für uns neben einigen Parkplätzen große Terrassenstufen, die zum Verweilen am Mainufer einladen“, erklärt Kopp zum Entwicklungsgebiet zwischen Lagerhaus und der Mainbrücke nach Segnitz. Damit soll eine enge Verbindung zwischen Main und dem Stadtzentrum geschaffen werden. Aktuell sei das Projekt unterhalb des ehemaligen DBV-Tankstellengelände in der Planungsphase, für die der Stadtrat vor kurzem grünes Licht gegeben hatte.

Halbleib begrüßt die Initiative, die Stadt zum Fluss hin zu öffnen: „Es ist gut, dass der Main an immer mehr Stellen wieder erlebbar wird. Als unsere historische Lebensader hat er ein riesiges Potential für die Erholungsqualität“. Das gilt auch für das Thema Radwege, wo Kopp Verbesserungsbedarf sieht, vor allem für die Strecke Segnitz-Sulzfeld und für die Strecke von Marktbreit nach Marktsteft.

Wiederholt überqueren Radfahrer hier die Staatsstraße und die Marktstefter Straße in Richtung Main. Dies sei eine gefährliche Situation, die entschärft werden müssen, sind sich Kopp und Halbleib einig. Für Kopp wäre daher eine Route zwischen Staatsstraße und Mainufer wünschenswert.

Bei der sozialen Infrastruktur sieht sich Kopp auf der Zielgeraden. Nahezu fertig ist der Umbau des Evangelischen Kindergartens. Kopp hofft, dass Ende November die letzten Arbeiten am Gebäude abgeschlossen werden. Eine erste Krippengruppe ist bereits in den umgebauten Kindergarten eingezogen. Welche weiteren An- und Ausbauten an den Kindertagesstätten der Stadt anstehen, werde aktuell mit den Trägern geklärt. Kopp erwartet auch einen raschen Baubeginn des neuen AWO-Seniorenzentrums am Ohrenberg.

Für Halbleib als Denkmal- und Kulturpolitiker von besonderem Interesse ist das Marktbreiter Römerlager, dessen Grundrisse 1985 per Luftbild entdeckt wurden. Vorstellbar sind für den Landtagsabgeordneten wie auch für Bürgermeister Kopp kleinere Modellbauten, Informationstafeln und eine Aussichtsplattform über das Gelände. Kopp will im Gespräch mit dem Landesamt für Denkmalschutz eine passende Lösung finden, für das Halbleib als Mitglied im Landesdenkmalrat seine Unterstützung angeboten hat, heißt es in der Mitteilung von Halbleib weiter.

Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus machten Halbleib und Kopp noch einen kurzen Rundgang durch den Ort, um sich die in Marktbreit diskutierten Projekte vor Ort anzusehen, wie etwa die sogenannte Friedhofsscheune und den ehemaligen Rewe-Markt.