Zwischen der Stadtgrenze Ochsenfurt und der Mautpyramide auf Gnodstadter Germarkung wurde eine Lücke im Radwegenetz der Landkreise Kitzingen, Würzburg und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim geschlossen. In einer Feierstunde nahe der Mautpyramide wurde der rund 2400 Meter lange Abschnitt für den Verkehr freigegeben.

Baudirektor Michael Fuchs vom Staatlichen Bauamt Würzburg unterstrich bei der Eröffnung die herausragende Zusammenarbeit mit der Stadt Marktbreit, die eine kurze Planungszeit und eine ebenso kurze Umsetzungsphase ermöglichte.

Zur Eröffnung kam Innenstaatssekretär Gerhard Eck, dem die Anwesenheit auch von Bürgern besonders am Herzen lag. Ohne deren Steuergelder sei nichts zu machen, stellte Eck fest und freute sich, dass die Radsportgruppe des TSV Gnodstadt im Sportdress teilnahm. Sein Dank galt der Stadt Marktbreit, die mitzog, auch wenn es sich nicht um eine städtisches Vorhaben handelte.

Auf der nahe gelegenen Bundesstraße 13 werden täglich um die 5000 Fahrzeuge gezählt. Eck verband damit ein hohes Unfallrisiko für Eltern und besonders Kinder, die mit dem Rad unterwegs sind. Er lobte die Planer, die einen an vorhandene Strukturen angepassten Radweg schufen. Das bedeute Flächeneinsparung und gleichzeitig weniger versiegelte Fläche. Der neue Weg sei nun mit seiner Ausbaubreite von drei Metern für Landwirtschaft, Radler und Fußgänger gleichermaßen geeignet. Dennoch bat Eck alle Nutzer um gegenseitige Rücksichtnahme.

Zwischen 2015 und 2019 investiert der Freistaat 220 Millionen Euro an Bundes- und Staatsstraßen in den lebenswichtigen Bereich Bewegung wie den Radwegebau. Bis zu 70 Prozent der täglichen Wege könnten mit dem Rad bewältigt werden. Bayern sei bereits das Fahrradland Nummer eins mit dem Ziel, dass es keine Bundes- oder Staatsstraße mehr ohne begleitenden Radweg geben solle. Das eingesetzte Geld – bei diesem Radweg 550 000 Euro einschließlich Grunderwerb und Ausgleichsmaßnahmen – sei folglich richtig eingesetzt.

Der Dank des Staatssekretärs galt auch den Landwirten, die Flächen zur Verfügung stellten, obwohl dies auch Eingriffe in die Betriebe bedeute. Nun bleibe ihm nur noch allen Radwegnutzern stets unfallfreies Fahren zu wünschen. Bürgermeister Erich Hegwein lobte die zügige Umsetzung und die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dass sowieso schon vorhandene Wege integriert wurden sei besonders lobenswert. Die Stadt habe von Anfang an größtmögliche Unterstützung zugesagt und sei nun mit dem raschen Erfolg sehr zufrieden.