Der Parkplatz am Freibad in Volkach ist ein "ständiger Quell des Ärgers", sagte Bürgermeister Heiko Bäuerlein in der Stadtratssitzung am Montag. Worauf er anspielte, ist die dort ungünstige Verflechtung von Parkplätzen für Autos und Busse. Vielen ist nicht klar, wo welche Fahrzeuge parken dürfen. Strafzettel sind nur eine der Folgen. Unabhängig davon bemüht sich die Stadt Volkach generell, am Rande der Altstadt mehr Parkraum zu schaffen, für Besucher der Stadt sowie für Anwohner.

Es könnten also gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, wenn unmittelbar neben dem Freibad-Parkplatz eine zusätzliche Park- und Haltefläche für Busse entsteht. Dies würde auf dem bestehenden Parkplatz mehr Raum für Autos schaffen und zudem die Parksituation dort entzerren.

Genau darauf zielt der Entlastungsparkplatz Altstadt, dessen Entwurf Planer Ralph Schäffner vom Kitzinger Büro arc.grün den Stadtratsmitgliedern vorstellte. Dieser soll im kommenden Jahr gebaut werden, weshalb dem Stadtrat jetzt die Pläne zur Freigabe vorgelegt wurden. Der Parkplatz ist auf einer Fläche geplant, die derzeit zum Freibad gehört. Der Parkplatz würde an bestehende Kleingärten angrenzen; die Gärten blieben bestehen, erfuhr Andrea Rauch (Grüne), und könnten über den Parkplatz angefahren werden, hieß es auf eine Frage von Jochen Flammersberger.

Die Hälfte der alten Bäume bleibt stehen

Der Busparkplatz ist laut Schäffner als ovaler Einbahnstraßenverkehr ausgelegt, mit Halteflächen und entsprechenden Gehwegen mit Bordsteinen, wie dies bei Busbahnhöfen üblich ist. Die Fahrflächen bestehen aus Asphalt, der für starke Belastungen durch schwere Busse ausgelegt ist. Gehwege werden mit Betonsteinen gepflastert. Von den vorhandenen alten Bäumen würden etwa die Hälfte erhalten bleiben; die zu fällenden Bäume würden nachgepflanzt.

Der Stadtrat stimmte den Plänen mehrheitlich zu. Dagegen stimmten nur die Fraktion der Grünen sowie Elmar Datzer (Bürgerliste). Für diese hatte Andrea Rauch zuvor eine Vertagung der Entscheidung gefordert, weil sie weiteren Beratungsbedarf erkannt hatte. Mit diesem Antrag war sie jedoch im Gremium nicht durchgedrungen und erntete nur bei ihren beiden grünen Fraktionskollegen Zustimmung.