Mit dem Zuschuss für die Musikschule Marktbreit beschäftigte sich der Gemeinderat Martinsheim am Montagabend. Außerdem informierte er sich in der Sitzung in der alten Schule in Martinsheim über einen Anschluss von Martinsheim und Unterickelsheim an die Kläranlage Winterhausen.

Die musikalische Ausbildung ist Aufgabe der Gemeinde, erklärte Bürgermeister Rainer Ott. Deshalb sei es notwendig, den Erhalt der Musikschule in Marktbreit zu fördern, die auch von Kindern aus der Gemeinde besucht wird. Es wurde beschlossen, bis auf weiteres einen Zuschuss von 125 Euro pro Jahr und Musikschüler aus der Gemeinde zu zahlen. Dies gilt für Personen bis 18 Jahren oder die sich noch in der Ausbildung (inklusive Studium) befinden. Der Zuschuss kann auch für anderweitige private Ausbildung beantragt werden, sofern diese etwas kostet. Ähnliche Beschlüsse hatten zuvor auch schon die anderen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Marktbreit gefasst.

Schon seit einigen Jahren ist die Kläranlage Martinsheim/Enheim immer wieder ein Thema, da die Klärleistung der Teichanlage kaum ausreicht, um den Anforderungen der Wasserwirtschaft zu genügen. Deshalb informierte sich der Gemeinderat darüber, ob ein Anschluss an die Kläranlage Winterhausen (Abwasserzweckverband Ochsenfurt, AVO) möglich und sinnvoll ist. Dies wurde auch schon für Unterickelsheim geprüft, da die Teichanlage in einigen Jahren nicht mehr ausreicht.

Der Bau einer eigenen Kläranlage, die den Anforderungen entspricht und gegebenenfalls erweiterbar ist, würde rund 1,5 Millionen Euro kosten, so eine Schätzung des Ingenieurbüro Auktor. Sollte auch Unterickelsheim an diese angeschlossen werden, erhöhen sich die Kosten auf rund 2,9 Millionen Euro. Der Anschluss von Martinsheim an den AVO würde etwa 1,25 Millionen Euro kosten, mit Unterickelsheim wären es etwa 2,25 Millionen Euro. Ein Anschluss von Unterickelsheim an die Kläranlage Gnötzheim würde rund 1,1 Millionen Euro kosten. Die Varianten sollen von der Verwaltungsgemeinschaft geprüft werden.

Die Jahresrechnung 2014 wurde festgestellt und dem Bürgermeister und der Verwaltung die Entlastung erteilt. Diese beläuft sich auf 2 103 565,13 Euro im Verwaltungs- und 734 632,27 Euro im Vermögenshaushalt, was einem Gesamthaushalt von 2 838 197,40 Euro entspricht. Die örtliche Rechnungsprüfung ergab keine Beanstandungen.