Mainbernheim

Mehr Geld für Investitionen in Mainbernheim

Schon zu Jahresbeginn ist der Haushalt der Stadt Mainbernheim unter Dach und Fach. Einstimmig billigte das Ratsgremium das umfangreiche Zahlenwerk. Mit rund 9,2 Millionen Euro liegt das Haushaltsvolumen rund 400 000 Euro höher als im Vorjahr.
Für die Umgestaltung des Turngartens wie für die Renovierung des Kirchturms im Hintergrund ist Geld im Haushalt 2022 der Stadt Mainbernheim vorhanden. Foto: Gerhard Krämer

Schon zu Jahresbeginn ist der Haushalt der Stadt Mainbernheim unter Dach und Fach. Einstimmig billigte das Ratsgremium das umfangreiche Zahlenwerk. Mit rund 9,2 Millionen Euro liegt das Haushaltsvolumen rund 400 000 Euro höher als im Vorjahr.

Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von rund 4,8 Millionen Euro. Darin enthalten sind die gut 790 000 Euro für den Personalhaushalt. Der Vermögenshaushalt, in dem das Geld für Investitionen enthalten ist, umfasst 4,4 Millionen Euro. Das Jahresrechnungsergebnis könne aber von der Summe erheblich abweichen, erläuterte Bürgermeister Peter Kraus. Der Haushaltsplan enthalte nämlich Projekte in der Altstadt, deren Ausführung aber vom Zeitpunkt der Bewilligung der Fördermittel abhängig ist. Auch könnten manche Projekte nur begonnen werden, weswegen nur Teilbeträge notwendig seien.

Mit Zuversicht ins neue Jahr

Bürgermeister Kraus schaut zuversichtlich ins neue Jahr, das finanziell gesehen eine erfreuliche Entwicklung erwarten lässt. Das Jahr 2021 sei mit einer Steuerkraft von 2,8 Millionen Euro, was aus Gewerbesteuerzahlungen aus dem Jahr 2019 resultierte, eine Ausnahme gewesen. 2022 bewege man sich mit rund 1,9 Millionen Euro wieder auf einem normalen Niveau. Die Steuerkraft je Einwohner bewege sich damit bei rund 821 Euro. Spitzenreiter seien Iphofen (3700 Euro) und Abtswind (2200 Euro).

Wichtigste Einnahmequelle der Stadt ist laut Kraus die Einkommenssteuerbeteiligung. Die habe sich zwar coronabedingt im Jahr 2020 um rund 65 000 Euro verringert, im Haushaltsjahr 2021 sei sie aber wieder auf rund 1,32 Millionen Euro angestiegen. Für 2022 erwartet Kraus 1,33 Millionen Euro.

Die Schlüsselzuweisungen steigen um 724 000 Euro auf 754 200 Euro in diesem Jahr. Bleibt es bei einem Kreisumlagesatz von 41 von 100, dann verringert sich die Kreisumlage um 567 000 Euro auf 798 000 Euro. Dadurch und durch weniger Ausgaben bleibt der Stadt mit 1,4 Millionen Euro ein größerer Spielraum.

Vom Verwaltungshaushalt können laut Kraus, der Kämmerer Dieter Brunner und seiner Mitarbeiterin Andrea Endres für die Aufstellung des Haushalts dankte, 875 000 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Abzüglich der Tilgungen in Höhe von 97 000 Euro beträgt die sogenannte "Freie Finanzspanne" in Höhe von 778 000 Euro. Diese kann die Stadt zur Mitfinanzierung der Investitionen verwenden.

Erschließung "Neue Bergstraße"

Letztere waren in einer Stadtratssitzung im vergangenen Jahr besprochen und geplant worden. Geld ist somit unter anderem vorhanden für die Sanierung des Kirchturms, für die Machbarkeitsstudie Sanierung Herrnstraße 35/37, den Ausbau der Kellergasse, für die Planung einer Gestaltung des Ortseingangs der Kitzinger Straße oder die Umgestaltung des Turngartens. Auch sind Mittel für die Umgestaltung der Herrnstraße vorhanden, ebenso für Maßnahmen zum Hochwasserschutz und die Erschließung des Baugebiets "Neue Bergstraße".

Bei der Besprechung der Einzelpläne des Verwaltungshaushaltes erinnerte Bürgermeister Kraus an den Bericht des überörtlichen Rechnungsprüfers am Landratsamt. Dieser habe bestätigt, dass "wir mit unserem kleinen Verwaltungsteam alle Aufgaben äußerst wirtschaftlich und sparsam bewältigen".

Um Sparsamkeit ging es auch bei den Wortmeldungen den Bauhof betreffend. Dieser ist auch viel im Grünen unterwegs. Für Stadtrat Herbert Friederich Anlass zu Überlegungen, Grünarbeiten extern zu vergeben. Die Anregung wurde aufgenommen.