Um das deutsche Sportabzeichen bemühten sich im vergangenen Jahr mehr Freizeitsportler als im Jahr zuvor. Die Freude über diese Entwicklung war Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller bei der Verleihung des Sportabzeichens am Dienstag in der Rathaushalle anzumerken.

Ohne Spaß und Begeisterung, den Körper zu beherrschen, seine Leistungen zu verbessern und sich miteinander zu messen, würde niemand ein manchmal strapaziöses Training auf sich nehmen, sagte der OB.

Für Müller bedeutet sportliche Betätigung in heutigen Zeiten auch die Einübung sozialen Verhaltens. Durch die Organisation im Verein, durch Mannschaftssportarten und die Begegnung im Wettkampf entstünden soziale Kontakte, die den einzelnen fordern und fördern, vor allem aber prägten. Man lerne mit Sieg und Niederlage umzugehen, Regeln anzuerkennen und einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und sich dabei dennoch durchzusetzen.

Der Erwerb des Sportabzeichens gehöre zu jenen sportlichen Wettbewerben, in denen alle Teilnehmer siegen und gewinnen können und jeder auf seine persönliche Höchstleistung stolz sein könne, so Oberbürgermeister Müller.

Im Jahr 2015 nutzten 215 Freizeitsportler die Gelegenheit und trainierten Leichtathletik. 91 Schwimmbegeisterte zogen im Aqua-Sole-Hallenbad ihre Bahnen, acht kamen zu den Abnahmeterminen Radfahren und sieben Sportler nutzten das Nordic-Walking-Angebot. Müller wies darauf hin, dass der Judo-Club Dettelbach mit der Zeit zum größten Veranstalter für das Sportabzeichen im Landkreis wurde, entsprechende Daten der dort erreichten Leistungen verwendet die Stadt nicht.

Die ehrenamtlichen Prüfer Werner Beuschel, Birgit Caspari, Eugen Gerhard, Rudolf Kerkel, Klaus Kirschbaum, Harald Klein, Manfred Klügl, Barbara Kolb, Helmut Ott, Dieter Rasp und Georg Treutlein protokollierten die gezeigten Leistungen und bekamen dafür Lob vom Oberbürgermeister und den verdienten Beifall der zur Verleihung gekommenen Sportler.

Die Mindestanforderungen für das Sportabzeichen wurden in 76 Wertungen erfüllt, im Vorjahr waren es 64. Das Jugendsportabzeichen erreichten acht Teilnehmer, im Vorjahr fünf. Schließlich gab es das österreichische Sport- und Turnabzeichen an 17 Sportler zu vergeben, im Vorjahr waren es 15.

Insgesamt wurden unter der Federführung des Stadtverbandes für Leibesübungen 101 (Vorjahr 91) Prüfungen erfolgreich abgelegt. Das Alter der Teilnehmer bewegte sich zwischen acht und 80 Jahren.

Die Geehrten

Folgende Sportler wurden in Kitzingen ausgezeichnet: Deutsches Sportabzeichen in Gold: Johannes Biegner, Markus Hipskind, Theresa Krapf, Ulrich Langer, Markus Schmitt, Wolfgang Seifert, Benjamin Sobeck, Norbert Winschel, Stefan Wolpert (alle erstmals), Susanne Feuerbach (10. Verleihung), Barbara Kolb (15.), Fred Jung (20.), Lars Hauk (25.), Manfred Klügl, Alfons Brückner (beide 30.), Herbert Meyer (31.), Hans Böhm (32.), Jochen Blendow, Rudolf Kerkel (34.), Günther Körber (35.), Ulrike Bank (37.), Reinhilde Müller (39.), Manfred Hofmann (40.), Ilse Brudek (41.), Helmut Ott, Heinz Erbar (beide 43.), Heino Alps (43.), Klaus Hornig (45.); Silber: Fabian Bohn, Andrea Pecher, Alexander Zorr (alle erstmals); Bronze: Christine Schmitt, Ronny Karsch (beide erstmals), Alexandra Podschun (5.). Deutsches Jugend-Sportabzeichen in Gold: Hannah Biegner, Marie Hipskind, Jakob Schmitt, Finn Hauck (alle erstmals), Linus Pecher (2. Verleihung), Julia Podschun (8.); Silber: Lukus Hipskind (1.), Thomas Podschun (4.); Bronze: keine.