Der Generationen-Bus-Verein Seinsheim zählt aktuell 133 Mitglieder und steht finanziell gut da. Sorgen bereitet derzeit die Bürgerbuslinie, da die Fahrgastzahlen sehr rückläufig sind. Hier versuchen die Gemeinden Martinsheim und Seinsheim mit Werbung entgegenzuwirken.

Vorsitzender Stefan Schwarz berichtete auf der Jahresversammlung über die normalen Intervallinspektionen und Verschleißreparaturen an den beiden Fahrzeugen – dem Dorfauto Gnötzheim und dem Generationenbus Seinsheim. Auch die Pflege selbst funktioniere weitgehend, meinte Schwarz. Auch die Buchungen der beiden Fahrzeuge seien meist ordentlich getätigt worden. Allerdings sei auch bisweilen das gebuchte Fahrzeug zu früh abgeholt oder zu spät gebracht worden. Schwarz wies deutlich darauf hin, dass man "Luft mit einplanen muss". Die Zeiten seien wegen Folgebuchungen einzuhalten. Ab 1. Oktober soll die neue Buchungsebene "Klubraum" starten, darüber würden die Mitglieder noch informiert. Auch bekämen sie einen Link geschickt, über den sie auf die neue Buchungsebene kämen.

Der Kilometerpreis von 30 Cent soll beibehalten werden. Dafür plädierte auch der bisherige Kassier, Seinsheims Ehrenbürger Heinz Dorsch. Nach seinen Worten kann der Verein das verkraften, steht dieser finanziell doch gut da. Die tatsächlichen Kosten müssten 40 Cent betragen.

Damit dies auch so bleibt, sei es notwendig, die Bürger und Bürgerinnen aus der Region mehr für die Bürgerbuslinie zu sensibilisieren, meinte Seinsheims Bürgermeisterin Ruth Albrecht. "Die Linie darf uns nicht wegfallen." Es gehe um den Erhalt der Mobilität auf dem Land. Doch fehlt noch ein Fahrplan an den öffentlichen Haltestellen, damit auch für Touristinnen und Touristen das Angebot sichtbar wird.

Doch ob das so einfach wird? "Da schlägt der Amtsschimmel zu", befürchtet Heinz Dorsch. Da es jedoch eine öffentliche Linie ist, hofft Ruth Albrecht auf eine gute und rasche Lösung. Sie wird mit dem Landratsamt Kontakt aufnehmen. Der Fahrplan soll auch in den Gasthäusern und Ferienwohnungen ausgelegt werden.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Stefan Schwarz, neue Stellvertreterin ist Claudia Ott. Schriftführerin bleibt Daniela Böhm, um die Finanzen kümmert sich künftig Heike Emmerich. Beisitzer sind Wolfgang Körner, Wilhelm Ott und Martin Uhl. Die Kasse prüfen Cornelia Nagler und Rolf Mloschin.

Stefan Schwarz bedankte sich anschließend bei den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Der bisherige zweite Vorsitzende Pfarrer Uwe Stradtner habe den Verein mit seinem Wissen über Car-Sharing gefüttert und viele Mitglieder gewonnen. Kassier Heinz Dorsch habe über viele Jahre den größten Zeitaufwand für den Verein gehabt. Die beiden Schlüsselfiguren des Vereins hätten viel Aufklärungsarbeit für die beiden Fahrzeuge betrieben. Aufgehört haben auch der Beisitzer Martin Sandreuter und Kassenprüferin Lydia Fischer.