Die (Teil-)Vermarktung der Ex-US-Wohnsiedlung Marshall Heights in Kitzingen hat begonnen: „Die ersten beiden Häuser haben wir Mitte Dezember schon verkauft“, erklärte jetzt Georg Wittmann, Eigentümer der 53 Hektar großen Fläche am Eingangstor der Stadt aus Richtung Würzburg. Dass die Vermarktung der 103 Texashäuser in Gang kommen könne, sei auch dem großen Engagement des Bauamts zu verdanken.

„Ich kann nur Bestes berichten“, betont Wittmann bei einem kurzen Pressetermin am Montag. Seit der Stadtrat im Dezember mit 24 gegen vier Stimmen den Weg für den Erschließungsvertrag frei gemacht habe, sei in der Verwaltung „ein entsprechendes Umdenken“ erkennbar.

Wie kräftig die Stadt bei der Entwicklung von Marshall Heights aufs Gas steigt, hatte zuletzt OB Siegfried Müller bei der Sondersitzung zum Bahnhofsumfeld deutlich gemacht. Die Planungen dafür seien – in seinem Auftrag – zwischenzeitlich auf Eis gelegt worden, damit das Tiefbauamt sich intensiv der Ausarbeitung des Erschließungsvertrags widmen konnte.

Das Papier regelt, unter welchen Umständen die Stadt die Kanäle und Straßen ins eigene Netz übernimmt. Wittmanns Aufgabe dabei: Er muss das Ganze in ordnungsgemäßem Zustand übergeben, marode Kanäle beispielsweise sanieren lassen.

Die von Müller angestrebte „schnelle Lösung“ scheint Kitzingens neuem Stadtteil tatsächlich auf die Sprünge zu helfen. Der städtebauliche Vertrag liege ihm seit einer Woche im Entwurf vor und werde derzeit geprüft. Nachdem auch das Vermessungsamt „kurzfristig“ vor Ort gewesen sei und die Einzelgrundstücke ausgemessen habe, dazu das Bauamt die Teilungserklärungen bearbeitet habe, sei der Verkauf des ersten Teilbereichs möglich, so Wittmann.

Anfragen fast zu jedem Objekt

Das Areal betrifft die 103 Texashäuser (Doppel- und Reihenhäuser) und fünf Wohnblocks. Bei den Texashäusern gebe es Anfragen „fast“ zu jedem Objekt, sagt Wittmann. Bei den Wohnblocks werde er erst einmal ein Mehrfamilienhaus sanieren. Der Verkauf in Form von Eigentumswohnungen könne vermutlich ab Mai möglich sein, informiert der Immobilienmakler.

Was – zumindest vorerst – erhalten bleibt, das ist der Zaun rund um das Areal. Gleiches gilt für die Zufahrt über die Gabelsberger Straße. Die werde erst geöffnet, wenn der Erschließungsvertrag vom Stadtrat beschlossen sei. Hauseigentümer bekommen laut Wittmann aber einen Schlüssel zu den Toren, wenn sie zu ihrer Immobilie wollen.

Mit der Erschließung des ersten von sieben Entwicklungsabschnitten von Marshall Heights soll nach dem Willen der Stadtratsmehrheit die Vermarktung in Gang kommen. Weitere Teile dürfen danach erst entwickelt werden, wenn mindestens 75 Prozent des vorherigen Bereichs überplant sind und die Erschließung gesichert ist, so das im Dezember verabschiedete und zwischen Stadt und Investor vereinbarte Kompromisspapier.