Die St. Maria Magdalena-Kirche in Buchbrunn wurde nach Renovierung und Umgestaltung von Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Pfarrerin Doris Bromberger wieder geweiht. Vor geladenen Gästen stellte die Pfarrerin das Innenkonzept mit dem zentralen Thema Licht und Auferstehung vor.

Mit größerem Freiraum, neuer Beleuchtung, Sitzheizung, Sitzkissen und Lautsprecheranlage sowie in neuer Farbgebung präsentiert sich das Gotteshaus ansprechend modern, ohne alte Ausstattungen in den Hintergrund zu rücken. In ihrer Festpredigt würdigte Bornowski Tatkraft und Sachverstand bei der Renovierung. Dieser Einsatz habe sich gelohnt. Sie stellte Namensgeberin die Maria Magdalena aus Magdala am See Genezareth vor, die den Leichnam Jesu salben wollte und statt dessen die erste, sie prägende Begegnung mit dem Auferstandenen hatte.

Ein Kleinod unter den Kirchen im Landkreis

Bornowski und Bromberger weihten den neuen Altar und den neuen Ambo, die Kanzel (1606), den Taufstein (1522) und die Wandkonsole für Anliegenbuch und Fürbittenkerzen sowie das Bekenntnisbild. Dekanin Kerstin Baderschneider zeigte sich begeistert vom umgestalteten Gotteshaus, das zum Kleinod unter den Kirchen im Landkreis geworden sei. Kirchen seien Ruheorte, nicht vernetzt oder gewinnorientiert, es zähle alleine die Stille.

Pfarrer Gerhard Spöckl von der Pfarreiengemeinschaft St. Hedwig im Kitzinger Land gratulierte zum Umbauerfolg und hob die gelebte Ökumene mit Gottesdiensten in der katholischen Kirche hervor. Nun könnten auch Katholiken im evangelischen Gotteshaus dem Herrn nahe sein. Bürgermeister Hermann Queck lobte die Initiative, den Umbau anzugehen, damit habe das Dorf Einigkeit bewiesen. Architekt Martin Zeltner würdigte das Zusammenwirken aller beteiligten und gab symbolisch den Kirchenschlüssel zurück.

Die Weihe wurde vom Posaunenchor unter Andrea Wagner und Jonas Schneider an der Orgel begleitet. In Andachten konnte die Bevölkerung am Nachmittag das Gotteshaus erstmals wieder besuchen.