Maler sollen mehr Geld einstreichen: Das fordert die IG Bau Mainfranken. „Für die Maler und Lackierer im Landkreis Kitzingen ist eine kräftige Lohnerhöhung“ überfällig“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Die Maler-Gewerkschaft verweist dabei auf das niedrige Lohnniveau der Branche: „Auf dem Bau gehören die Maler zum 'Lohn-Schlusslicht’. Sie verdienen in der Stunde knapp 2,90 Euro weniger als etwa ein Maurer. Am Ende des Tages geht ein Malergeselle so mit gut 23 Euro weniger in der Tasche nach Hause als sein Kollege, der auf der gleichen Baustelle gearbeitet hat. Dabei sind beide qualifizierte Facharbeiter. Und beide machen einen harten Job“, so Michael Groha.

Der Bezirksvorsitzende der IG Bau Mainfranken wirft den Arbeitgebern vor, ausgebildete Maler „als Billigheimer auf den Bau zu schicken“. Bei den laufenden Tarifverhandlungen hätten die Arbeitgeber die Verhandlungen platzen lassen und ein neues Treffen im Dezember kurzerhand abgesagt, so Groha. Die Arbeitgeberseite versuche offensichtlich, auf Zeit zu spielen.

Groha geht auf ein weiteres Thema ein: Der Fachkräftemangel auf dem Bau habe bei den Malern längst die Dimension eines „Fachkräftelochs“ erreicht. „Malergesellen haben seit langem die Nase gestrichen voll, wenn es um ihre Bezahlung geht“, so der Bezirksvorsitzende. Viele hätten dem gelernten Handwerk deshalb schon den Rücken gekehrt.

Die Maler-Gewerkschaft werde die Arbeitgeber jetzt zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein annehmbares Angebot vorzulegen. Von einem Tarifabschluss würden viele profitieren: In Bayern gibt es nach Angaben der IG Bau rund 17 640 Beschäftigte im Maler- und Lackiererhandwerk.