Das Durchschnittalter der Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Mainbernheim liegt bei 66 Jahren. 56 Mitglieder bekommen heuer einen Weihnachtsstern: Sie sind im Alter Ü80. Der Verein erfreut sich zwar mit den Naturprofis einer tollen Jugendgruppe, die jüngeren Altersgruppen sind aber nicht so stark, wie es sich der neue Vorstand wünscht. Deshalb hat man sich eine Strategie für 2022 ausgedacht.

Fast schon am Ende des Jahre 2021 blickte der Obst- und Gartenbauverein (OGV) kurz zurück auf 2020 und länger auf 2022 voraus. Mit einer neuen Strategie will der neue Vorstand neue Wege beschreiten, jüngere Menschen ansprechen und für seine Arbeit gewinnen. Auch soll ein Helferkreis gewonnen werden, dessen Mitglieder bei einer Aktion im Jahr tatkräftig mithelfen. Ohne weitere Verpflichtungen.

Trauriger Rückblick

Der Rückblick auf 2020 war nicht nur wegen Corona ausgefallener Veranstaltungen und Aktionen ein trauriger. Der Verein gedachte ehrend seiner gestorbenen Mitglieder, vor allem seines Vorsitzenden Hans-Friedrich Dürr. Nach dessen überraschendem Tod hatte Stellvertreter Rainer Saueracker kommissarisch das Amt übernommen.

Bei den Neuwahlen stellte sich der Verein nun neu auf: Vorsitzender wurde der bisherige Kassier Tobias Rahn, Stellvertreter bleibt Rainer Saueracker. Neuer Kassier ist Daniel Hopfengart, Schriftführer bleibt Helmut Kilian.

Im Ausschuss sitzen als Beisitzer und Beisitzerinnen Eleonore Dürr, Maria Edenharter, Sigrid Emmel, Rolf Endres, Herbert Friederich, Manfred Höhn, Jürgen Kraus, Rainer Plank, Udo Roder, Karsten Schmidt, Alexandra Sperlich und Ulla Thomann. Verabschiedet wurden nach 28-jähriger Tätigkeit im Vorstand Walter Dörr und nach 20 Jahren Karin Eckhardt. Kassenprüfer sind Günter Biener und Günther Schlee. Dem Team für die Naturprofis gehören Sigrid Emmel, Christine Höhn-Rahn, Ulla Thomann, Lea Thomann, Inge Gregor und Alexandra Sperlich an.

Tobias Rahn sprach in seiner Funktion als Kassier von einer soliden finanziellen Basis, die dem Verein für die nächsten Jahre zur Verfügung steht. Der Verein habe keine Verbindlichkeiten. Die Beteiligung an der Bürgersolaranlage bringe eine Rendite. Aktuell stünden keine größeren Investitionsprojekte an.

Neue Strategie

Rahn stellte auch die Strategie des Vereins für die Zukunft vor. Der Verein habe ein "schlagkräftiges Team". "Aber wir kommen bei der jüngeren Generation nicht so an", stellte er ernüchtert fest. Deshalb lautet das Ziel des neuen Vorsitzenden: "Wir müssen für die jüngere Generation attraktiver werden."

Deshalb setze man auf den Helferkreis und auf die Digitalisierung, sprich auf Medien, über die man jüngere Menschen erreiche. "Es geht auch darum, alte Zöpfe abzuschneiden", sagte Rahn, der Corona auch als Chance versteht, neu zu denken. Wo es künftig hingehen soll? Mainbernheim soll grüner werden. Dazu zählen Baumschenkungen für Neubürger, Baumpflanzungen, aber auch Blumen für die Herrnstraße oder Pflanzungen im Turngarten.

Unter dem Motto "Natur macht Spaß" seien Angebote für Familien wichtig. Es solle offene Aktionen für Kinder und Jugendliche geben. Auch eine Ferienpassaktion sei geplant, was auch von einem Mitglied gewünscht wurde. Bei den Grabengärten sollte eine Parzelle mitbearbeitet werden, um das Stadtbild zu gestalten. Als Werbung wird demnächst ein neuer Flyer in den Briefkästen landen.

Auch die bisherigen Aktionen innerhalb der Stadt, die Bürgermeister Peter Kraus in seinem Grußwort würdigte, sollen beibehalten werden. Alles unter dem Motto: "Die Mitarbeit im OGV macht Spaß."

Ehrungen

Bei der Jahresversammlung, in der der auch die Ehrenordnung und die Beiträge neu geregelt wurden, gab es auch Ehrungen. Kreisvorsitzender Karl Wolf, sein Geschäftsführer Günter Biener und Tobias Rahn überreichten Urkunden und Ehrennadeln.

Für die 50-jährige Mitgliedschaft gab es die Ehrennadel in Gold mit Kranz für Heinrich Blumhöfer, Joachim Klatt und Karl Salomon. 40 Jahre sind Dr. Peter Hartmann, Angelika Sander und Walter Hagenauer dabei. 25 Jahre gehört Herbert Eckhardt dem Verein an. 15 Jahre sind Anette Eckoff, Jürgen Eckoff, Walter Feldhäuser, Christine Feldhäuser, Manfred Höhn, Christine Höhn-Rahn, Gertrud Lutsch, Sabine Reinhart und Gabriele Rosenkranz-Höhn dabei.