Bei den Wahlen im vergangenen Jahr fand sich kein Ehrenamtlicher, der Gerhard Müller als Ersten Vorsitzenden ablösen wollte. In dieser Jahresversammlung des Männergesangvereins Wiesenbronn hat es geklappt: Der bisherige Schriftführer Lothar König wechselt an die Vereinsspitze.

13 treue Sänger

„Grüß Gott mit hellem Klang!“, so begrüßte der Männerchor sich und die Gäste zur Versammlung. Nur 13 treue Sänger unter ihrem Leiter Harald Hader weist der Chor auf, die jedoch, wie der Vorsitzende Gerhard Müller betonte, viel Spaß am Singen hätten und dabei Können und ein umfangreiches Liedgut aufweisen.

Aufgrund der kleinen Besetzung konnte man im vergangenen Jahr nur Auftritte im Ort wahrnehmen, wie Schriftführer Lothar König berichtete. Darunter waren allerdings der Empfang bei der Weinkost zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde oder das Christbaumsingen.

Disziplinierte Proben

Gut angekommen war der Ausflug nach Heidelberg. Gelohnt hat sich die Anschaffung des neuen Klaviers, wozu die Gemeinde ihr Scherflein beitrug. Nun werden die Proben an den Donnerstagen im Feuerwehrhaus wieder tonrein begleitet.

Für Dirigent Hader ist es wichtig, bei der Probenarbeit diszipliniert mit seinen Männern zu arbeiten: „Wenn die Lieder gut sitzen, ist man beim Auftritt sicher und nimmt sich die Nervosität“, erklärte er. Schön, aber anstrengend fand er die Singstunde mit den Chören aus der Verwaltungsgemeinschaft, bei der 50 Sangesfreudige zusammenkamen. Für 2017 hat der Verein eine Singstunde mit der Burschenschaft ins Auge gefasst, bei der traditionelle Wiesenbronner Lieder eingeübt werden sollen.

Lothar Klein ist neuer Vorsitzender

Nachdem der damalige Vorsitzende und Dirigent Heinz Hader 2005 überraschend gestorben war, hatte Gerhard Müller den Vorsitz übernommen. Während seiner Amtszeit wurde eine Satzung erarbeitet und die Gemeinnützigkeit erwirkt. Gerne erinnert er sich an Lieder- und Ehrungsabende. „Die schönen Stunden waren in der Überzahl“, bestätigte er. Nach zehn Jahren suchte er einen Nachfolger, doch bei den Wahlen 2016 wurde keiner gefunden. Deshalb erklärte er sich bereit, ein weiteres Jahr die Amtsgeschäfte zu führen. Nun wurde mit Lothar Klein ein Nachfolger einstimmig gewählt.

„Es soll weitergehen!“

Doch dadurch wurde dessen Position des Schriftführers vakant. Um den Verein zu unterstützen, stellte sich Bürgermeisterin Doris Paul zur Verfügung. „Es soll weitergehen!“, das war ihr persönlich und auch als Gemeindechefin wichtig.

Die Positionen des Vorsitzenden und des Schriftführers wurden auf zwei Jahre gewählt. Bereits im Vorjahr waren für drei Jahre Gebhard Kleiner zum Kassier sowie Manfred Klein und Peter Demuth als Kassenprüfer gewählt worden. Den stellvertretenden Vorsitz hat Peter Dürner inne.