Zu Corona-Zeiten bleibt ihm kaum was anderes übrig: Selbst der Osterhase geht jetzt online. Zumindest auf der Homepage des Gymnasiums Marktbreit.

Über viele Wochen waren die Schüler gar nicht in der Schule, dann nur ein paar Tage vor den Osterferien. Da könnte man ja glatt vergessen, wie es in den einzelnen Räumen aussieht... Ob sie sich in ihrem Schulhaus und auf dem Gelände noch auskennen, können die Schüler des Marktbreiter Gymnasiums bei einem Osterquiz beweisen, dass die Lehrerinnen Dorothe Weiß und Susanne Zeißner-Kuhn auf die Beine gestellt haben. Auch wenn das eigentlich gar nicht Hauptzweck des unterhaltsamen Suchspiels ist. „Wir wollten unter Einhaltung der Hygiene-Regeln eine Oster-Aktion für die Schüler machen“, erklärt Susanne Zeißner-Kuhn. Im Schulhaus war das nicht möglich, also wurde die Eiersuche, wie seit einem Jahr so vieles andere auch, ins Internet verlegt. Ähnlich hatte es auch die Schule gemacht, an der die Lehrerin bis zu ihrem Wechsel nach Marktbreit tätig war.

Die digitale Ostereiersuche ist ein kleiner von vielen Bausteinen, wie die Schulen versuchen, auch im Distanz- oder Wechselunterricht den Kontakt mit den Schülern zu halten. Schließlich geht es ja nicht nur darum, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst viel lernen sollen. Auch darüber hinaus ist der Kontakt zwischen Schülern und Lehrern wichtig. „Die Schüler haben total Lust, etwas zu machen und auch das Schulleben mitzugestalten“, so die Erfahrung der Mathematik- und Chemielehrerin, So steht die Mathe-Olympiade nicht zwingend auf dem Stundenplan, doch sie hat den Teilnehmern so viel Spaß gemacht, dass sie unbedingt auch bei der nächsten Runde dabeisein wollen.

Wie sucht man nun online nach Ostereiern? Gemeinsam mit dem Hausmeister hat die Lehrerin überall auf dem Schulgelände bunte Eier versteckt und fotografiert. Dorothe Weiß hat den Link zur Learning-App erstellt und die Quiz-Seite gestaltet. Der Link ist auf der Homepage des Gymnasiums Marktbreit zu finden und kann natürlich nicht nur von aktuellen Schülern und ihren Eltern genutzt werden, sondern von jedermann, der Lust auf ein digitales Quiz hat. Vielleicht Ehemalige, bei denen dann zugleich Erinnerungen an die eigene Schule geweckt werden?

Wer mitmacht, muss die Fotos erst mal genau anschauen: Wo bitte ist denn im Skelett ein Ei versteckt? Und dann muss zugeordnet werden, wo das Skelett sich befindet. Und da ist so mancher Ort dabei, den die Schüler nicht so oft besuchen, aber trotzdem kennen sollten. Steht der knöcherne Geselle womöglich im Büro von Schulleiter Klöhr? Ist es im Zimmer des Hausmeisters zwischengelagert? Falls nicht, was könnte sich bei ihm denn sonst so alles finden, wo man ein Ei verstecken könnte? Wer es weiß, bekommt zumindest bildlich eine Trophäe und ein dickes Lob.