Ein Jahr ist es her. Damals hielt die einstige Sängerin der beliebten Bands „Tale“ (Kitzingen) und „Barboleto“ (Wiesentheid) ihre eigene Rastlosigkeit endgültig nicht mehr aus. Sie kaufte sich einen Wohnwagen, versteigerte und verschenkte das Hab und Gut, das nicht hinein passte, und zog los, Richtung München. Dort wollte die in Würzburg geborene Sängerin, die eine Zeit lang in Segnitz gewohnt hat, mit ihrer tiefen, rauchigen Stimme durchstarten.

Und genau das tut sie jetzt. Auf ihre ganz eigene Art.

Als sie zehn Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern – und die Musik wurde die beste Freundin für Lee'Oh. „Musik war mein Rückzugsort, mein Seelentröster“, erzählt sie. Auf Wunsch der Mutter lernte sie Bürokauffrau, doch ihre wahre Leidenschaft blieb die Musik. Nach Feierabend und an den Wochenenden tingelte sie mit ihrer Band von Auftritt zu Auftritt, sammelte Erfahrungen in der Coverszene, als Studiosängerin – und mitten unter den Menschen, wo sie sich als Straßenmusikerin das nötige Kleingeld verdiente. Doch sie wollte mehr. „Immer war ich irgendwie rastlos“, erzählt Lee'Oh. „Meine Wohnungen wurden mir regelmäßig zu eng.“

In ihrem Wohnwagen fühlt sich die Powerfrau heute sehr wohl. Bezeichnenderweise soll ihr erstes Album „Angekommen“ heißen.

Lee’Oh – was ist das denn für ein Name?

Lee'Oh: Ist vom Löwen abgeleitet!

Weil Du eine Kämpferin bist und ein Herz hast wie ein Löwe?

So ungefähr, ja.

Wann hast Du Dich entschieden, Dein bürgerliches Leben aufzugeben und als Lee’Oh nur noch das zu machen, was Dein Herz Dir sagt: Musik?

Seit 2001 war ich hauptberuflich Sängerin in den unterschiedlichsten Coverbands. Irgendwann kam dann der Wunsch nach eigener Musik – in den letzten Jahren habe ich mich in eigener Musik gesucht. Vor gut einem Jahr habe ich schlussendlich meine Wohnung aufgelöst, um in München, Köln oder Berlin meinen Produzenten zu finden, der mit mir gemeinsam mein erstes Album produziert.

In München war die erste Station und da fand ich ihn, Goar B. – er führte mich musikalisch zu mir selbst!

Wie geht das?

Ich erhoffte mir in einer Großstadt mehr Chancen, genau den richtigen Produzenten für mich zu finden – es sollte einer sein, der eben nicht irgendeinem Hype hinterherproduziert, denn ich war auf der Suche nach mir. Dafür war ich bereit, alles herzugeben! Zudem war es mir sehr wichtig, persönlich vor Ort sein, um mich vorzustellen, in der Stadt viele Live-Jobs zu singen, um gehört zu werden.

Bist Du jetzt richtig glücklich?

Ja klar!

Wie finanzierst Du Dein Leben?

Ich halte mich mit Straßenmusik und Gastauftritten bei den unterschiedlichsten Coverbands über Wasser und spiele in den unterschiedlichsten Locations für den Hut. Brauche gar nicht viel zum Leben – die Zeit und Ruhe im letzten halben Jahr, um an meinem ersten Album zu schreiben, waren mir wichtiger!

Dein erstes Album willst Du mit Hilfe von Crowdfunding verwirklichen. Wie genau funktioniert denn das?

Menschen, die sich durch meine Musik und meine Stimme angesprochen fühlen, sowie die Menschen, die an mich glauben, können sich mit einem Betrag ab fünf Euro an der Albumproduktion beteiligen, sprich am Crowdfunding-Projekt bei www.sponume.de oder www.leeoh.de . Sie bekommen dafür ganz verschiedene Geschenke und/oder Gegenleistungen, von der Autogrammkarte über das physische Album bis hin zu Backstagekarten. Das geht ganz einfach!

Wo kann man Dich live auf der Bühne erleben?

Zu Gunsten des Crowdfundings starten wir derzeit auch mit kleinen und großen Wohnzimmerkonzerten – ich komme sozusagen direkt zu Dir nach Hause. Du darfst Deine Freunde und Nachbarn einladen und Ihr bekommt ein Unplugged-Konzert und einen Auszug aus meinem anstehenden Album – was an dem Abend zusammenkommt, fließt direkt in die Albumproduktion und somit in die Crowdfunding-Kampagne. Wer Interesse an einem Wohnzimmer-Konzert hat, darf sich gerne per Mail an mail@leeoh.de wenden.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft am meisten?

Mit meinem Album „Angekommen“ und mit meiner Band auf Tour zu gehen und um die ganze Welt zu reisen.

Weitere Infos im Internet unter: www.leeoh.de oder www.sponsume.de