Die Fenster beim Umbau und Erweiterung der Willanzheimer Schule sind weiterhin ein Thema, das dem Willanzheimer Gemeinderat beschäftigt. "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", meinte Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert. Da der Fensterlieferant das Architektenbüro Edelhäuser und Konopatzki immer noch warten lasse, könnten die Mehrkosten noch nicht beziffert werden.

Der Hintergrund ist, dass aus statischen Gründen die Fenster in einer anderen Konstruktion eingebaut werden als ursprünglich vorgesehen. Dafür werden Metallschienen notwendig, doch die Mehrkosten lassen im Gemeinderat immer noch auf sich warten.

Die Bürgermeisterin präsentierte noch die vom Kitzinger Fachbüro arc-grün entworfene Außenanlagen-Planung. Ingrid Reifenscheid-Eckert teilte mit, dass die bestehenden Garagen des angrenzenden Lehrerwohnhauses nach dem Winter abgerissen werden. Die Räte hätten nun die Aufgabe, darüber zu diskutieren, welche Parkmöglichkeiten und Form der Zufahrt es für das Lehrerwohnhauses künftig geben soll. Dafür wollen sich die Ratsmitglieder demnächst zu einem Ortstermin treffen. Kürzlich hatte es ein Treffen mit verschiedenen Fachplanern und der Schulleitung gegeben, bei dem Details wie die Anzahl und Lage von Steckdosen besprochen wurden. Derzeit sind Zimmerleute auf der Baustelle und am Mittwoch um 11.30 Uhr lädt die Gemeinde zum Richtfest ein.

Die Bürgermeisterin Informierte, dass es ein neues Breitband-Förderprogramm für Schulen gebe, wofür sich die Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen beworben hat. Die Ratsrunde stimmte dafür, den Antrag zu stellen. Zu erwarten seien Kosten von rund 50 000 Euro bei einem Fördersatz von 90 Prozent.

Weitere Themen im Rat waren:

Die Ratsrunde beschloss, künftig auf die Innen- statt Außenentwicklung der Ortsteile zu setzen. Damit würde dem Handlungsbedarf Rechnung getragen, dass es Leerstände in Ortskernen gibt. Der Beschluss sei auch ein Signal, Dinge wie Leerstandsmanagement und Stärkung von Ortskernen anzugehen, was eine Intention der ínterkommunalen Allianz Südost 7/22 ist. Durch die Vereinbarung würden Bauarbeiten wie der Abbruch des Hüttenheimer Schulhauses in die Förderung kommen und für andere Vorhaben gebe es 20 Prozent mehr an Fördergeldern vom Amt für ländliche Entwicklung.

Die Ratsrunde fasste den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Sommerried II in Hüttenheim. Die Bauleitplanung kann in einem vereinfachten Verfahren durchgeführt werden, weswegen die Gemeinde keine Ausgleichsmaßnahmen machen muss. Sommerried gilt als Ortsabrundung und soll acht Bauplätze ergeben.

Die Bürgermeisterin erklärte das Zahlenwerk des Forstbetriebsplans und legte dar, welche Abteilungen für den Holzstrich im Winter vorgesehen sind. Negativ sei, dass in Hüttenheim in der Fläche "Auf der Ebene" eine Kieferkultur wegen Borkenkäfer-Befall komplett gefällt werden muss. Die Holzernte soll kommenden Winter insgesamt 300 Festmeter betragen.

Da in der Hüttenheimer Kläranlegen ein Rechen kaputt war, musste Ersatz her. Nach reiflicher Überlegung kauft die Gemeinde jetzt einen passenden Siebrechen von der Firma Kuhn aus Höpfingen zum Angebotspreis von knapp 2 800 Euro.