Wenn ich das Ergebnis der Kommunalwahl Revue passieren lasse, stelle ich folgendes fest: Eindeutiger Gewinner war die SPD mit dem Zugewinn zweier Sitze im Stadtrat. SPD-Bürgermeisterkandidat Harald Kopp war auf Augenhöhe mit dem Bürgermeister Erich Hegwein (37 Stimmen weniger). Für das Stadtratsmandat hatte Harald Kopp mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. So viel zum Wählerwillen der Marktbreiterinnen und Marktbreiter.

Am Montag, 5. Mai, in der konstituierenden Sitzung, schlägt die SPD Kopp für den 2. Bürgermeister und schließlich für den 3. Bürgermeister vor. Was geschieht? Es bleibt alles beim Alten! Nichts gegen die Personen Biebelriether und Michel. Doch einen Akt der Fairness hätte ich schon erwartet. So bleibt ein fader Nachgeschmack.

Sich einen Partner zu suchen, um Wahlen zu gewinnen, ist natürlich legal. Damit meine ich die CSU und die Freie Wählergemeinschaft Gnodstadt. Wenn sich jedoch diese „Koalition“ zu einer „Mia san mia“-Mentalität entwickelt, dann dient es nicht der Stadt Marktbreit und deren Bürgern. Zur Erklärung für Mitbürger, die des Oberbayerischen nicht mächtig sind: „Mia san mia“ heißt so viel wie: Wir machen unser Ding – schaun nicht links oder rechts, ob richtig oder verkehrt, wir halten zusammen.

Fazit: Wieder (einmal) ist die Chance vertan, für alle Bürger und Bürgerinnen Marktbreits zu sprechen und Politik für alle zu machen – für Marktbreit und Gnodstadt.

Gerd Plutz 97340 Marktbreit