Wir Jäger sorgen uns nicht nur um den Wald, sondern auch um die darin lebenden Wildtiere. Wir tun das mit Passion und in unserer Freizeit. Das machen wir alles kostenlos – im Gegenteil: Wir zahlen auch noch die nicht unerhebliche Jagdpacht. Oft kommt es vor, dass wir nachts überfahrenes oder angefahrenes Wild von der Straße holen müssen.

Wir tun viel für Wild und Wald und möchten, dass das auch anerkannt wird. So pflegen wir zum Beispiel die Waldwege und sorgen für wildgerechte Biotope. Wir haben im letzten Jahr auf eigene Kosten und ganz freiwillig 100 Eichen im Wald gepflanzt. Daher ärgern wir uns über ungerechtfertigte Vorwürfe, wir würden zu wenig Rehe schießen und damit den Verbiss fördern, wie in dem Bericht „Sorgen um den Güterwald“ zum Ausdruck kommt.

Wir haben auch in diesem Jahr den von der Jagdbehörde vorgegebenen Abschuss erfüllt.

Zäune im Wald sind ein schwerer Eingriff zu Lasten der natürlichen Lebensgrundlagen wild lebender Tiere. Sie sperren die Tiere regelrecht aus und bilden eine große Gefahr. Wenn Rehe durch den immensen Freizeitdruck (Jogger, Walker, Radfahrer) und sonstigen Waldbesucher in Panik geraten, rennen sie gegen den Zaun und verletzen sich.

Gezielte Maßnahmen wie Schutzhüllen für Jungpflanzen sind effektiver und billiger und mindern den Verbissdruck in den restlichen Teilen des Waldes. Es gibt genug Beispiele dafür, dass guter Waldbau auch ohne Zaun auskommen kann.

Die Jäger des Reviers Willanzheim II

Walter und Rudolf Haupt

97320 Großlangheim