Zum Artikel „Freibad wird zum Stadtpark“ vom 24. Juni erreichte die Redaktion folgende Zuschrift.

Der jüngste Beschluss des Volkacher Stadtrats zur Nutzungsänderung der Freibad-Liegewiese muss auch als Stadt-Raum-Politik auf Kosten von Kindern und Jugendlichen gesehen werden. Statt nur eine Verwertung der Liegewiese als provisorische Parkanlage mit Biergarten zu beschließen, hätte es in der jüngsten Freibad-Debatte des Stadtrats auch um die Frage gehen können, ob das Freibad nicht zügig im Umfang des Vorjahres in Betrieb genommen werden könnte, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Nichtschimmerbecken zu ermöglichen. Nach dem gleichen Muster wie etwa das Gerolzhöfer Bad könnte auch Volkach die Zahl der Badegäste entsprechend der coronabedingten Hygienevorgaben begrenzen.

Es sollte nicht vergessen werden, dass in den vergangenen Monaten nicht nur viele Erstklässler das Schwimmen wieder verlernt haben und umso stärker von sicheren Schwimmgelegenheiten im Sommer profitieren würden. Kein Stadtrat möchte Meldungen zu verunglückten Schwimmern am Volkacher Mainufer kommentieren müssen. Daher sollte die Sanierung des Freibads auch nicht weiter verzögert und der Erhalt der beiden großen Becken nicht allein von den Betriebskosten abhängig gemacht werden. Entscheidend ist letztlich, dass für die Badegäste – junge und alte – möglichst viel Platz zum Schwimmen und für Spiele im Wasser zur Verfügung steht. Das macht Volkach zukunftsfähig.

Thomas Neuner
97332 Volkach