Zu "Grüne gegen Einkaufszentrum in Etwashausen" vom 17. Oktober erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift.

Alle Bahnanlagen und Bahnhöfe wurden einmal aus Steuermitteln der Bürger gebaut und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, entscheidet dieser Bürger und nicht ein Investor, was damit passiert. Die Etwashäuser benötigen kein zusätzliches Einkaufzentrum am alten Bahnhof und "fußläufig" käme man dort auch kaum hin. Denn wer das alte, denkmalgeschützte Bahngebäude einmal bekommt, ist nicht sicher und damit auch nicht der Zugang von Westen über diese Zufahrt zum Einkaufszentrum. Von Osten gibt es nur die Stichstraße bei der Dachdeckerei Kaidel und diesen Umweg macht kein Etwashäuser. Also bleibt nur eine Autofahrt über die Nordtangente und die zwei neugebauten Ampelkreuzungen (Bremsklötze) zum neuen Einkaufserlebnis übrig.

Die dann neuversiegelte Bahnfläche muss entwässert werden, aber der Kanal in der Richthofenstrasse ist jetzt schon bei einem kurzen Starkregen voll und spült über das Regenüberlaufbecken an der Farbmühle die ungeklärten Fäkalien über den Bimbach in den Main. Der Kanal in der Gartenstrasse ist auch mit dem Restkanalwasser aus Etwashausen gut gefüllt. Die Innenstadtbewohner haben Angst, dass beim Umbau von Storg 1 und Schwalbenhof keine Versorgung mehr da ist und sie mit einem "Bürgerbus" zum Einkaufen ins Umland fahren müssen.

Der alte Bahnhof Etwashausen könnte günstig zu einem Jugend- und Bürgerzentrum umgebaut werden und man bräuchte nicht das Gelände an der Jahnstrasse mit einem Neubau versiegeln. Kitzingen, die heißeste Stadt Deutschlands braucht naturnahe Parkanlagen, welche kühle Frischluft in die Stadt bringen. Ähnlich wie die Grünanlage am Steigweg, wo man die alten Bäume einfach liegen lässt und wo sich die Waldkindergartenkinder, Mountainbiker und die Spaziergänger wohlfühlen.

Karl-Heinz Conrad
97318 Kitzingen