Zum Artikel "Stadtrat lehnt Live-Übertragung ab" vom 27. März erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift.

Glücklicherweise ist der Mehrheit des Kitzinger Stadtrates noch eingefallen, dass eine Liveübertragung der Stadtratssitzung Geld kostet. Viel Geld. Haben sich die Damen und Herren des Stadtrates die teuerste Variante ausgesucht, um einen triftigen Grund zu haben, sich von einer Liveübertragung zu drücken? Welchen Grund könnten sie sonst noch haben? Dass man sich als gewählte Vertreter ihrer Partei oder Gruppierung einigermaßen verbal ausdrücken können sollte, darf man von ihnen erwarten. Auch fränkischen Dialekt würden die Kitzinger Bürger verstehen.

Viele Bürger kennen die Damen und Herren schon aus persönlichen Gesprächen oder auch von den Werbegesprächen an den Ständen vor den Wahlen. Kein Hinderungsgrund sollte auch die Kleidung sein. Niemand erwartet von den Stadträten, bzw. -rätinnen, dass sie mit Anzug und Krawatte, bzw. Kostüm oder ähnlichem, an einer Sitzung teilnehmen. Jetzt wäre es also nur noch notwendig, mit etwas Fantasie und Einfallsreichtum, die Kosten einer Liveübertragung auf ein vernünftiges Maß zu senken. Dazu braucht es keine Profis.

Dann dürfte einer Liveübertragung doch nichts mehr im Wege stehen. Oder? Viele Kitzinger Bürger würden sich sicher darüber sehr freuen. Auch die Informationsqualität wäre viel authentischer.

Rudolf Kernwein

97318 Kitzingen