Zum Bericht "Investor diskutierte mit den Bürgern" vom 16. Juli erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Ob ein Einkaufszentrum in Etwashausen, eine Wohnanlage am Schützenhaus in Kitzingen oder ein Logistikgebäude in Dettelbach gebaut werden kann, wird derzeit heiß diskutiert. Bei all diesen Bauvorhaben wird deutlich, dass es den Projektentwicklern und Investoren nur sekundär um die Bedürfnisse der Bürger geht. Primär dürfte jedoch die Aussicht auf gute Gewinne im Vordergrund stehen. Das dies nicht der Weg sein kann, zeigen doch eindeutig die Veränderungen des Weltklimas mit den bekannten Folgen und das stetige Schwinden von naturnahen Flächen mit als Ursache davon. Jahrzehntelang wurde so agiert – nicht nur bei uns, sondern Weltweit.

Kitzingen ist aber definitiv kein Gebiet der regionalen Unterversorgung und hätte auch keinen Wohnraummangel wenn die vorhanden Kapazitäten entsprechend genutzt würden. Ich danke hier nur an die leerstehenden Häuser in "Marshal Heights". Wer aber aus wirtschaftlichen Interessen (ich nenne es Profitgier ) lieber neu baut und damit weiter Flächen versiegelt, anstatt bestehende Gebäude umzubauen und entsprechend zu nutzen, handelt vorsätzlich gegen die Bürger heute und die Generationen, die nach uns kommen. Ebenso werden entsprechende Bauvorhaben zur Erweiterung von bestehendem Wohnraum oft mit der Begründung von bestehenden Vorschriften abgelehnt. Auch hier sollte ein Umdenken und zukunftsorientiertes Abwägen dringend stattfinden.

Jürgen Rüster
97340 Segnitz

Vorschaubild: © Björn Kohlhepp