Wenn es einen Grund gibt, eine Lokalzeitung zu abonnieren, dann fand man diesen Grund in dem Artikel über die Sitzung des Stadtrates in der Alten Synagoge von Eike Lenz zum Thema Bebauung des Schützengeländes mit dem passenden Titel "Geheimprojekt Steigweg". Ein Höhepunkt der lokalen Berichterstattung, der freien Meinungsäußerung, des gesunden Menschenverstandes.

Eike Lenz nennt die Namen, wie abgestimmt wurde, zitiert die für die Ökologie vernichtenden Äußerungen des Umweltreferenten Uwe Hartmann (Bayernpartei) und die des ÖDP-Vertreters Jens Pauluhn und macht klar, dass vom Ökologischen der Ökologisch Demokratischen Partei nichts mehr übrig war. Hinterfragt die Verantwortung der Stadträte, die sich in der Mehrheit für den unbekannten Investor und gegen die Interessen des Gemeinwohls entschieden.

Eike Lenz zeigt auf, wie an diesem Abend die Demokratie zu Grabe getragen wurde, keine Transparenz beim Bauprojekt, keine namentliche Abstimmung, so, als ob man sich für sein Abstimmungsverhalten schämen müsste.  

Auch wenn wir Anwohner auf der Empore der Synagoge über den vielen Unsinn, der vorgetragen wurde, nur ohnmächtig unsere Köpfe schütteln konnten bzw. bei den kritischen Nachfragen und Anträgen von Andreas Moser, von Klaus Sanzenbacher, von Andrea Schmidt, von Manfred Paul, von Brigitte Endres-Paul und von Klaus Christof innerlich jubelten, in diesem Artikel wird die Widersprüchlichkeit des ganzen Projektes der Öffentlichkeit klar gemacht, wie sich die Mehrheit des Stadtrates für einen unbekannten Investor entschied und sich gegen die soziale und ökologische Weiterentwicklung der Stadt stellt.  

Es lebe der kritische Journalismus. Journalisten wie Eike Lenz sind ein Garant für die Demokratie, ebenso wie die Main Post, die diesen Journalismus ermöglicht.

Martin Schwab
97318 Kitzingen