Zu "Biber bereiten zunehmend Problemen"  vom 7. Juli erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Wenn Wildtiere überhand nehmen und keine natürlichen Feinde haben, bleibt nur „Entnahme“ oder Umsiedlung übrig. Das gilt aber nicht nur für Biber, sondern auch für Krähen, Tauben, Nilgänse und Wildschweine. Wir Etwashäuser sind froh, dass uns der Biber im Bimbach mit seinen großen Staubecken zwischen Flugplatz und Großlangheim vor Starkregenfluten schützt.

Viele erinnern sich noch, als vor etlichen Jahren sich die Fluten vom Schwanberg durch die Gärten und die Flugplatzstraße und über die Hoftore in der Mainbernheimer Straße in den Main wälzten. Zwischen Gußwerk und Flugplatzeinfahrt wäre sogar noch Platz für weitere Becken, aber da fehlt dem Biber das Baumaterial. Das könnte man aber leicht von den Dämmen im Osten beiholen. Denn die werden sowieso immer abgebaut, weil sonst der Radweg nach Großlangheim überspült wird und auch die vielen wertvollen Pferdeäpfel, die dort immer liegen weggespült werden.

Am Rödelbach hat auch eine Biberfamilie östlich der Panzerstraße einen großen Stausee gebaut, welcher dort hoffentlich bleibt. Nur an der Sicker zwischen Iphofen und Sickershausen ziert man sich noch etwas mit der Ansiedelung eines Bibers, obwohl es dort auch viele Möglichkeiten gäbe. Scheinbar will man für die Marktbreiter Straße in Etwashausen eine Flutwelle bereitstellen, damit dort ein Geschäft mehr Wasserbetten verkaufen kann.

In der Altstadt wäre man vielleicht auch noch froh, wenn sich Biber am Eherieder- und Repperndorfer Mühlbach ansiedeln würden, denn Bauplätze und Baumateriel ist dort vorhanden. Man hat es die letzen Tage überall im TV gesehen, denn wenn sich die braunen Fluten über die Würzburger Str. bis zum Rathaus wälzen, bekommen die Stadtoberen nasse und kalte Füße. Erst letzte Woche bei kurzem Starkregen wurde wertvoller Ackerboden über die Buchbrunnerstr. am Neuen Friedhof in den Graben gegenüber gespült, weil die Landwirte (ohne Gegenleistung) keinen Grünstreifen mehr lassen und GPS genau bis an den Grenzstein pflügen und säen.

Karl-Heinz  Conrad
97318 Kitzingen