Zum Artikel "Kindergarten wird doppelt so groß" (vom 2. Juni, Seite 23) erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift.

Da gibt es einen Plan vom Überflutungsgebiet der Bäche und des Mainhochwassers bei Starkregen HQ 100! In dieses Gebiet sollte eigentlich nicht gebaut werden, und man kann dort die Häuser auch meistens nicht gegen Hochwasser versichern!

Jetzt baut man dort die Häuser auf Hügel, dann stehen sie bei Hochwasser als Insel da. Durch diese Wasserverdrängung steigt bei allen anderen Nachbarn der Wasserpegel natürlich höher, als diese es je gesehen haben.

Im Juli 2021 stand das Bimbach-Hochwasser nach Starkregen von nur 35 Liter/Quadratmeter kurz vor dem Kindergarten Etwashausen, und man hat nichts gelernt! Das gilt auch für den Kindergarten in der Alemannenstraße. Dort lauert der Repperndorfer Mühlbach, aber Bau von Regenrückhaltebecken?? Fehlanzeige! Die Hochwasserschäden müssen halt dann wieder die Bürger "ausbaden"!

Fakt ist: Diese Starkregenfälle kommen jetzt immer öfter, weil die heiße Luft, gerade in Kitzingen, immer mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Der Entlastungsgraben vom Bimbach über die Flugplatzstraße zum Hirtengraben ist wieder zugewachsen, und das Rohr quer durch die Gärten ist vermutlich auch nicht freigespült!

Am alten Bahnhof in Etwashausen wäre genug hochwasserfreier Platz gewesen für Kindergarten, Schulen und die BRK-Rettungsstelle, aber so ein Schnäppchen überlässt man lieber einem Bauinvestor, welcher mit 200 Wohnungen schon wieder 300 Kinder bringt!

Karl-Heinz  Conrad

97318 Kitzingen

Vorschaubild: © Björn Kohlhepp