Kostenlosen Lese- und Hörspaß für Jung und Alt verspricht die Iphöfer Stadtbücherei, die schon bald Teil des neuen Dienstleistungszentrums sein wird. Der Stadtrat hat am Montagabend einen früheren Beschluss kassiert und sich einstimmig darauf verständigt, auf eine Jahresgebühr zu verzichten. Damit solle allen Altersgruppen der Zugang zum Lesen erleichtert werden, sagte Ulrike Witt, die einem Team von 15 Ehrenamtlichen vorsteht, das sich um die Bücherei kümmert.

Den Besuchern der Bücherei sollen ab Mai rund 8000 Medien zur Verfügung stehen: Lese- und Bilderbücher, Romane und Sachliteratur, CDs und Hörbücher sowie Zeitschriften. Auch einen Computer mit Internetzugang wird es in der Bibliothek geben. Laut Witt sind zunächst drei Öffnungstage geplant: dienstags von 10 bis 12 Uhr, donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr und sonntags von 11 bis 12 Uhr. Die Stadt stellt mietfrei das Gebäude und einmalig 80 000 Euro für den Aufbau des Bestandes bereit und trägt ferner die laufenden Kosten für Ersatzmöbel oder neue PCs.

Ein sechsköpfiges Büchereikuratorium aus Stadträten und Mitgliedern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde wird gemeinsamer Träger der Einrichtung, die mit regelmäßigen Aktionen die Leserbindung stärken will. Geplant sind Lese- und Vorlesenachmittage (auch in Abstimmung mit Schule und Kindergarten), Autorenlesungen oder die Teilnahme am Weihnachtsmarkt. Eine Internetseite soll über den vorhandenen Bücherbestand und geplante Aktionen informieren.

Auf eine Nutzungsgebühr will die Stadt verzichten; ursprünglich waren dafür 20 Euro jährlich im Gespräch. Doch die große Mehrheit im Stadtrat sprach sich am Montag gegen solche Gebühren aus. „Wenn man dafür bezahlen muss, schreckt das viele gleich ab“, sagte Stadtrat Gerhard Heubach. „Wir wollen doch neue Leser dazubekommen.“

Derzeit nutzen das Angebot etwa 100 Iphöfer, wie Ulrike Witt auf die Frage von Jörg Schanow sagte. Auch Schanow plädierte im Sinne der Familienförderung gegen Gebühren, die doch nur „minimale Beträge“ einbrächten.