Weil auf dem Gartenschaugelände viele Hunde frei herumtollen und „manches hinten rausfällt“, wie Antragsteller Hartmut Stiller (CSU) feststellte, soll dort und möglicherweise auf weiteren städtischen Flanierflächen ein Leinenzwang eingeführt werden. Ein von Stiller ebenfalls – alternativ – beantragtes Hundeverbot stieß am Donnerstagabend im Kitzinger Stadtrat durchgehend auf Ablehnung.

Mit 25 gegen vier Stimmen sprach sich das Gremium grundsätzlich für die Pflicht aus, Hunde in bestimmten Bereichen an die Leine zu nehmen. Wo das künftig – neben dem Gartenschaugelände – eingeführt werden soll, wird die Verwaltung noch festlegen und dies dem Stadtrat per Satzung erneut zur Entscheidung vorlegen.

Ein Anleinzwang für das gesamte Stadtgebiet, wie es manche Stadträte forderten, ist laut Rechtsrätin Susanne Schmöger rechtlich nicht möglich. Allerdings könne die Stadt bestimmte Bereiche festlegen, wo das Gebot gelten soll. Ihr Vorschlag: Neben dem Gartenschaugelände könnte die gegenüberliegende Mainpromenade und das Grüngelände des Rosengartens zum Leinenzwang-Gelände erklärt werden.

Diese Grob-Überlegung stieß im Gremium weitgehend auf Zustimmung. Allerdings erinnerten einige Redner daran, dass der heftigste Leinenzwang nur wenig bewirkt, wenn er nicht kontrolliert wird. Wer das tun soll, blieb in der Sitzung unklar: genannt wurden allerdings die Verkehrsüberwacher und die Sicherheitswacht.

Ob der Leinenzwang etwas gegen die stinkenden Tretminen ausrichten kann, blieb für die Stadträte recht zweifelhaft. Den Grund dafür fasste Rosemarie Richter (UKB) als Hundeexpertin treffend zusammen: „Es hat nicht der Hund schuld, sondern der, der dahinter hängt.“