Um nächtliche Feiern auf öffentlichen Flächen einzuschränken, hat die Gemeinde Wiesentheid vor kurzem ein Alkoholverbot für den Mehrgenerationenplatz und für den Bereich an der Fußgänger-Brücke in der Jahnstraße erlassen. Im Gemeinderat wurde nun festgelegt, dass ein Sicherheitsdienst das Verbot auch weiterhin kontrollieren solle. Zumindest bis Anfang August wolle man Wächter sporadisch an den beiden Problempunkten vorbeischicken, legte das Gremium in seiner Sitzung fest.

Bislang wurden dazu Wachdienste beauftragt, die nachts bei Wiesentheider Firmen im Industriegebiet tätig sind. Freitags und samstags schauten sie sich auch am Mehrgenerationenplatz um. Wegen des Winters setzte die Gemeinde die Kontrollen ab Ende Oktober aus. Die Kosten für den Sicherheitsdienst belaufen sich auf 450 Euro im Monat.

Ist der Wachdienst ein zahnloser Tiger?

Bei der Frage, ob weiterhin kontrolliert werden solle, hatte es einige Gegenstimmen gegeben. Der Sicherheitsdienst sei „ein zahnloser Tiger“, kritisierte Ratsmitglied Michael Rückel (Bürgerblock). Die Kontrollzeiten seien überschaubar, Probleme seien laut Aussage der Nachbarn meist erst danach aufgetaucht. Rückel sehe keine Wirkung, sondern lediglich eine Beruhigung des Gewissens. Die Gegenseite sah das anders.

Helma Schug argumentierte, man solle die Aufsicht so lange aufrecht halten, bis die Jugendlichen die aufgestellte Ordnung verinnerlicht hätten. Die Wiesentheider wüssten es, und zeigten sich einsichtig, antwortete Jugendreferent Andreas Laudenbach. Probleme bereiten die Auswärtigen. Jetzt gehe die „interessante Zeit“ mit den Feiern los und dauere bis zu den Sommerferien.