Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft Mainstockheim-Buchbrunn stand am Sonntag im Unterrichtsraum der Feuerwehr Mainstockheim die Ehrung langjähriger Mitglieder und die Wahl des Bereitschaftsleiters.

Aus christlicher Überzeugung für alle da

Pfarrer Hanjo von Wietersheim von der Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Psychosozialer Notfallversorgung Kitzingen unterstrich eingangs in einem geistlichen Wort die Bedeutung von Feuerwehr und Rotem Kreuz als christliche Gemeinschaften, die aus christlicher Überzeugung für alle da seien.

Kreisbereitschaftsleiter Karsten Droll zeichnete Uve Kern für 50 Jahre aktiven Dienst im Roten Kreuz aus. Mit 17 Jahren sei er in die Sanitätskolonne eingetreten und habe sich durch Lehrgänge und Erfahrungen umfassendes Wissen erworben.

30 Jahre aktives Mitglied

30 Jahre ist Hanjo von Wietersheim aktives Mitglied. Er begann 1970 bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Mölln als Rettungsschwimmer und Bootsführer, bis ihn seine berufliche Laufbahn zur Wasserwacht führte und er eine Ausbildung als Rettungssanitäter absolvierte. Seit 1986 ist er im Landkreis Ansprechpartner für Feuerwehren und Rettungskräfte, die schwere Einsätze erlebten und seelisch belastet wurden.

Mit der Gründung des Fachdienstes Psychosoziale Notfallversorgung im BRK-Kreisverband trat er als psychosoziale Fachkraft ein. Der Dienst wurde 2016 mit dem Erwin-Rumpel-Gedächtnispreis ausgezeichnet.

Unterstützung in der Sanitätsbereitschaft

Bereits während seiner aktiven Bundeswehrzeit und vor Eintritt in die Bereitschaft 1986 unterstützte Alfred Schnabel in der Sanitätsbereitschaft die Aus- und Weiterbildung. Bis heute arbeitet er in der Breitenausbildung als Erste-Hilfe-Ausbilder im Kreisverband. Zusammen mit Andrea Finger gründete er 2006 den Fachdienst Krisenintervention, der im gleichen Jahr in die ArGe eingegliedert wurde.

Nach ihrem Eintritt 1996 ins Rote Kreuz brachte sich Andrea Finger zunächst in der Rettungshundestaffel und im Jugendrotkreuz ein. Seit dem Aufbau des Fachdienstes arbeitet sie dort unermüdlich auch als stellvertretende Bereitschaftsleiterin mit.

55 Einsätze der Notfallnachsorge

Die Wahl des Bereitschaftsleiters bestätigte Alfred Schnabel im Amt. In seinem Rechenschaftsbericht blickte er auf die erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit der elf Mitglieder zurück. Der Fachdienst Notfallnachsorge habe in 55 Einsätzen 252 Einsatzstunden und 150 Aus- und Fortbildungsstunden absolviert. Zu den Aufgaben gehörten das Überbringen von Todesnachrichten mit der Polizei, häusliche Einsätze bei laufenden oder erfolglosen Reanimationen und die Begleitung von Einsatzkräften und Betroffenen bei schweren Unglücks- und Todesfällen.

Bereitschaft Dettelbach hilft aus

Im Bereich Sanitätsdienst wurden bei den Weinfesten in Buchbrunn und Mainstockheim sowie bei der Kirchweih in Mainstockheim 145 Einsatzstunden aufgewendet, in Unterrichten weitere 98 Stunden. Der Dank Schnabels galt der Bereitschaft Dettelbach, die jederzeit unterstützend aushilft. Die Notfallnachsorge wird für Betroffene und Einsatzkräfte gleichermaßen eingesetzt. Von Wietersheim berichtete, dass die ArGe beim Axt-Attentat in Würzburg mit zehn Personen in die Betreuung integriert wurde.

Lösung für den Anhänger der ArGe

Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs unterstrich die Zusammenarbeit von ArGe und Feuerwehr in Mainstockheim und kündigte auf Nachfrage Schnabels auch eine Lösung für den Anhänger der ArGe an, für den es derzeit keinen Stellplatz gibt. Schwieriger sei die Frage nach einem Stellplatz für das Einsatzfahrzeug, die er aber ebenfalls zu klären versprach.

Harmonische Zusammenarbeit

Kreisbereitschaftsleiter Droll würdigte die harmonische Zusammenarbeit mit Bereitschaft und ArGe, auf beide könne der Kreisverband nicht verzichten. Sein Dank galt auch den Gemeinden, die solche Einrichtungen unterbringen und fördern. Gleichzeitig beklagte Droll, dass die Jugend und damit der Nachwuchs auf sich warten lasse. Jeder neue Helfer müsse zunächst begeistert werden, auch um später Verantwortung zu übernehmen.