Der CSU-Ortsverband Volkach hat zum ersten „Landwirtschafts- und Weinbaustammtisch“ ins Weingut Markus Schneider geladen. Da die CSU Volkach regelmäßig verschiedenste Interessensgruppen der Stadt Volkach und seiner Ortsteile zu Stammtischen lädt, wollte man dieses Mal mit den landwirtschaftlich Tätigen ins Gespräch kommen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der CSU-Ortsvorsitzende Simon Rinke konnte neben einer Reihe von Winzern und Landwirten auch viele CSU-Politiker begrüßen. Die Politik soll nicht nur reden und Vorträge halten, sondern einfach mal auch nur zuhören – so erläuterte der Ortsvorsitzende Simon Rinke die Idee hinter der Veranstaltung.

Der CSU-Bürgermeisterkandidat Heiko Bäuerlein freute sich über das rege Interesse. Nach den erfolgreichen Stammtisch-Aktionen der Volkacher CSU sei es für den Ortsverband und auch für ihn selbstverständlich, auch weiterhin ein offenes Ohr für alle zu haben.

Die Winzer und Landwirte hatten ausreichend positive wie negative Kritik anzubringen. So forderten sie zum einen, die Nitratmessstellen im Landkreis zu überprüfen, da hier ihrer Meinung nach unplausible Ergebnisse gemessen werden. Die Landwirte seien an eine intakte Natur angewiesen und an ihrem Schutz interessiert, da die Landwirte ihren Lebensunterhalt aus der Natur beziehen. Besonders bei Blüh- und Grünflächen könnten sich Politiker eine Scheibe abschneiden: Die Landwirte hätten aus freiwilliger Initiative allein in und um Volkach bereits mehrere 1000 Quadratmeter Blühwiesen angelegt, während so manche medienwirksam wenige Quadratmeter Blühfläche forderten.

Winzer und Landwirte warben für nachhaltige und vor allem regionale Produkte. Wer wirklich etwas für die Umwelt und für qualitativ hochwertige Produkte tun wolle, müsse auch selbst danach handeln, gerade beim Einkauf im Supermarkt. Hier ist jeder einzelne Verbraucher gefragt und kann täglich im Laden am Regal mitbestimmen.

Während der Umgang mit der Landwirtschaft in Volkach als zufriedenstellend bewertet wurde, stand von allen Anwesenden der Wunsch nach mehr Wertschätzung für die Arbeit auf dem Acker oder im Wengert im Vordergrund. Die Winzer wünschen sich im Bereich Kirchberg eine Wasserentnahmestelle, die zu flexibleren Zeiten erreichbar ist. In Zukunft stehe in der fränkischen Trockenplatte das Haushalten des immer knapper werdenden Wassers Mittelpunkt. Hierauf müsse sich auch Volkach einstellen.