Rund 30 Personen haben sich am letzten Adventssonntag an der Bruder-Klaus-Kapelle in Euerfeld getroffen, um bei Kerzenschein für den Weltfrieden zu beten. Seit 25 Jahren findet dort an diesem Termin das Friedensgebet der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) statt, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Friede, Friede den Fernen und den Nahen, spricht der Herr, ich werde sie heilen“, zitierte bei der Gebetsstunde Diözesanlandvolkseelsorger Wolfgang Scharl eine Stelle aus dem Buch des alttestamentlichen Propheten Jesaja bei diesem Treffen. Damals habe das Volk Israel unter der ungerechten politischen Situation gelitten, sagte Scharl. „Gott hat es durch den Propheten zum Vertrauen aufgerufen und ihm Frieden zugesagt.“ Frieden sei das Wesen Gottes, betonte der Seelsorger.

Heilende Religion

Dieser Frieden sei allen Menschen zugedacht, den Nahen und den Fernen. Die im Jesaja-Text von Gott zugesagte Heilung gelte nicht nur der Seele, sondern „Gott heilt auch den Unfrieden“. Das Christentum ist nach Scharls Worten in erster Linie eine heilende Religion: „Gott sorgt sich um uns.“

Nach dem gemeinsam gesungenen Kanon „Herr, gib uns deinen Frieden“ beteten die KLBler in ihren Fürbitten für die Menschen in Syrien und Aleppo ebenso wie für Menschen, die in der Familie, in der Nachbarschaft oder im Dorf im Streit liegen oder Menschen, die in Gefahr stehen, sich zu radikalisieren.

Auch das Jahr 2017, gab Scharl bekannt, stehe beim Landvolk ganz im Zeichen des Friedens.

Unter dem Motto „Frieden mit dir“ wird des 600. Geburtstags von Nikolaus von Flüe gedacht, des Landvolkpatrons und Nationalheiligen der Schweiz. Dabei wolle der Verband mit Blick auf den Friedensheiligen Bruder Klaus im Bistum Würzburg Impulse setzen, wie innerer und äußerer Friede zusammen gehören.