106 Mitglieder stark ist er noch, der Kreisverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Bei der Versammlung am Samstag im Sudetenheim in Kitzingen wurde bei den Ehrungen und den Neuwahlen deutlich, dass der Vertriebenenverband auf Orts- und Kreisebene Nachwuchssorgen hat.

Auf der Ehrungsliste standen 36 Mitglieder, von denen die meisten gesundheits- und altersbedingt nicht kommen konnten. Unter ihnen auch Gründungsmitglied Wenzel Eckert, der kürzlich den 98. Geburtstag feierte.

Eine besondere Ehrung hatte die Vorsitzende Gisela Senft zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden Alfred Kipplinger vorbereitet. Sie galt Gottfried Blasinger und seiner Lebensleistung in Ortsverein und Kreisverband. Die wurde mit der Verdienstmedaille in Silber des Landesverbandes Bayern gewürdigt.

Die Laudatio machten den jahrzehntelangen Einsatz Blasingers für die Landsmannschaft deutlich. Er gehört dem Ortsverein seit 37 Jahren an und kam auf Betreiben Herbert Jandls in den Vorstand. 1997 übernahm er den Altenklub und das Amt des Vermögensverwalters. Vorsitz und Verwaltung hat er bis heute inne, zusätzlich die Betreuung des Sudetenheimes, das unter seiner Regie renoviert wurde. Stellvertreter des Vorsitzenden und des Schriftführers und die Organisation von Veranstaltungen sind seine Aufgaben bis heute, im Ortsverein auch die Kassenführung.

Begleitet von Beifall sagte Kipplinger: „Die Landsmannschaft weiß, was sie an Gottfried Blasinger hat.“

Neben den Ehrungen stand die Wahl des Vorstandes an. Der Kreisverband hatte in den vergangenen Monaten von nicht weniger als 24 Weggefährten Abschied nehmen müssen. Herbert Jandl, Anni Plackner-Jandl und viele andere hatten die Sudetendeutsche Landsmannschaft auf Orts-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene über die Jahre geprägt und die Erinnerung an die alte Heimat wach gehalten. Die Ämterzusammenlegung machte bei den Wahlen das Nachwuchsproblem deutlich. Als Vorsitzende wurde Gisela Senft wieder gewählt. Stellvertreter wurden Gottfried Blasinger und Hannelore Förster. Die Kassenverwaltung übernimmt Gisela Senft, die von Hannelore Förster und Heidi Kleisinger unterstützt wird. Die Schriftführung erledigt Gerda Bardwell, unterstützt von Gottfried Blasinger. Karl-Heinz Neubert und Rita Hack prüfen die Kasse. Beisitzer wurden Georg Treml, Inge Beier und Johanna Budich.

Ehrungen

Mehr als 60 Jahre gehören der Landsmannschaft an: Gertrud Apfelbacher, Wenzel Eckert, Annemarie Gansbühler, Gerlinde Hauke, Josef Kortus, Gertrud März, Marianna Richter und Anna Sokol.

60 Jahre: Anna Glöggler und Gerda Ossmann.

57 Jahre: Anna Wallochny.

50 Jahre: Ursula Kulpa, Josef Linge, Helene Lohringer, Adele Placht, Günther Rank und Hedwig Seufert.

30 Jahre: Gertrude Weichsel Gabriele Eberlein, Franz Federsel, Hans Federsel, Frieda Groth, Helga Gussek, Manfred Klügl, Marianne Knötgen, Hermine Peichl, Oswald Peichl, Alfred Riedl, Emmi Schneider, Jürgen Walter und Hildegard Wegener.

25 Jahre: Lydia Gut, Edeltraud Leipold und Wilma Schramm.

10 Jahre: Gerda Bardwell, Gertrud Müller und Ulrike Rammert.