Im Alter von 93 Jahren ist bereits am 13. September der einstige Kitzinger Unternehmer und ehemalige Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Kitzingen, Hans Höhn, gestorben. Er verbrachte die letzten knapp 30 Jahre seines Lebens in Bernbeuren im Allgäu.

Höhn kam am 11. August 1927 zur Welt. Er führte das im Jahr 1892 gegründete Unternehmen in Kitzingen in dritter Generation fort und übergab das heutige Auto- und Werbetechnik-Unternehmen 1992/93 an seinen Sohn Mathias Höhn. In die Zeit von Hans Höhn fiel der Umzug der Firma im Jahr 1970 von der Moltkestraße an den jetzigen Standort in der Flugplatzstraße im Gewerbegebiet. Seinem Vater komme der Verdienst zu, das Unternehmen mit Weitsicht vom reinen Lackierbetrieb ausgehend so umzugestalten und zu erweitern, dass dort auch Karosseriebau und die kompletten Beseitigung von Kfz-Unfallschäden möglich ist, sagt der heutige Inhaber. Dies habe überhaupt erst das Überleben des Betriebs gesichert.

Innung erinnert sich an einen "souveränen und loyalen" Obermeister

Der Verstorbene legte im Jahr 1953 die Meisterprüfung ab. Im Jahr darauf folgte der Eintrag in die Handwerksrolle. Höhn gehörte dem Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten ab 1957 an, berichtet die Maler- und Lackierer-Innung, deren Kassenprüfer Höhn 1963 wurde. Das Amt des Obermeisters der Innung begleitete Höhn von 1969 bis 1976, bevor er aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl antrat. Die aktuelle Geschäftsführung der Innung erinnert sich an Höhn als "souveränen und loyalen Obermeister", in dessen Amtszeit mit Bruno Wehr auch der erste Geschäftsführer eingestellt wurde. Von 1976 bis 1989 war Höhn Beisitzer im Vorstand der Innung. 1985 erhielt er anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Innung die Goldene Ehrennadel des Landesverbands.

Hans Höhn hinterlässt neben seiner Ehefrau, der früheren Kitzinger Allgemeinärztin Dr. Annemarie Höhn (95), zwei Söhne, fünf Enkel und drei Urenkel. Seine Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.