Die Weinprinzessinnenkrone des Sulzfelder Weinbauvereins bleibt in der Familie. Nach einer doppelt so langen Amtszeit krönte Weinprinzessin Annika I. ihre Schwester Sarah von Brunn zur neuen Weinhoheit. Sie ist zugleich die fünfte Weinhoheit in der Familie. Weinprinzessin Susanne I. war 1992 als erste aus der Familie Luckert gekrönt worden.

Bei der Inthronisierung vor dem Rathaus beschrieb der Vorsitzende des Weinbauvereins, Martin Wittel, Weinhoheiten als Vertreterinnen des Weinbaus, die den Landkreis prägen. Sein besonderer Dank galt Annika von Brunn, die ihre Amtszeit bereitwillig um zwei Jahre verlängert hatte.

Bürgermeister Matthias Dusel warf die Frage auf, was denn den Ort Sulzfeld ausmache. Seine Geschichte? Die Lage oder über 100 Jahre Weinbau? In jedem Falle auch die Weinhoheiten, die die Sulzfelder Weine präsentieren. Für die neue Weinprinzessin Sarah wünschte sich das Ortsoberhaupt zwei unbeschwerte Jahre mit dem ersten Höhepunkt am 5. August, wenn das Sulzfelder Weinfest eröffnet wird.

Fünf Weinprinzessinnen in einer Familie

Fünf Weinprinzessinnen in einer Familie sind für stellvertretende Landrätin Doris Paul einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde wert. Das gebe es sicher nur einmal. Sie erzählte aus eigenem Erleben von den Aufs und Abs, die eine Amtszeit im Dienste der Weine ausmachten.

Hofrat Alexander Nuss sieht angesichts der vielen gemeinsam verbrachten Stunden in der Verabschiedung einer Weinhoheit aus dem Kitzinger Hofstaat immer etwas besonderes. Annika habe zwei schöne und zwei nicht so schöne Jahre amtieren dürfen und habe das beste daraus gemacht. Dafür sprach er ihr namens der Stadt Kitzingen Dank und Anerkennung aus.

In ihren letzten Worten mit Krone nannte Annika von Brunn ihre Amtszeit eine unvergessliche Zeit. Das 2018 mit der Krönung begonnene Kapitel werde nun geschlossen, nun begleite sie ihre Schwester Sarah aus der zweiten Reihe.

Bleibende Erinnerungen für die Ewigkeit

Bei zahllosen Weinfestbesuchen habe sie viele Geschichten "drumrum", wie das Drachenbootrennen oder das Golfturnier erlebt, die für sie bleibende Erinnerungen für die Ewigkeit seien. Letzter Termin war die Wahl der Fränkischen Weinkönigin vor wenigen Tagen. Ihrer Schwester riet sie, alle Glanzlichter bewusst zu erleben und jede einzelne Minute zu genießen, das erlebe man nur einmal.

Der Wechsel der Krone war unter dem Beifall der Gäste vor dem Rathaus in Sekunden vollzogen. Die 21-jährige Auszubildende Sarah dankte für das in sie gesetzte Vertrauen. Zwei Jahre habe sie nicht mehr gedacht, ihre Schwester beerben zu dürfen, doch ihr Traum sei nun wahr geworden.

Vom Weinbauverein erhielt Sarah eine neue Krone, dazu ein Weinglas mit ihrem Namen als Zeichen ihrer Regentschaft. Die Feierstunde wurde vom Frankensextett musikalisch gestaltet.