Beinahe schon traditionell hatte der Kultur-, Sport- und Sozialausschuss des Wiesentheider Ratsgremiums in seiner Herbstsitzung das Fazit der Wiesentheider Kirchweih auf dem Programm. Dabei zog Bürgermeister Werner Knaier ein positives Fazit über die sechs Festtage Ende September und wies auf manches hin, was gut gelaufen sei.

Besucherzahlen weiter gestiegen

Als Ratsmitglied Andreas Laudenbach im Ausschuss einige kritische Punkte ansprechen wollte, bat der Bürgermeister, diese erst im anschließenden nicht-öffentlichen Teil der Beratung vorzubringen. Was moniert wurde, blieb also hinter verschlossenen Türen.

Dafür wurden umso lieber die positiven Punkte in der Ratsversammlung aufgezählt. Darunter wurde zum Beispiel erwähnt, dass die Besucherzahlen am Samstagabend weiter gestiegen sind. Gut besucht war zudem der Kirchweihmarkt, wo am Sonntag bei herrlichem Wetter im Ortskern reger Betrieb herrschte. Als ein Magnet habe sich wieder die Ausstellung von Traktoren-Oldtimern erwiesen.

Außerdem wurde angeregt, dass die jeweilige Metzgerei am Festsonntag einen Mittagstisch in der Steigerwaldhalle anbieten solle.

Dagegen werde man überlegen, den Festbetrieb am Sonntagabend in der Halle nur noch bis etwa 19 oder 20 Uhr aufrecht zu halten. An diesem Abend sei der Besuch doch relativ überschaubar. „Die Leute wollen eben nicht fünf Tage am Stück weg“, kommentierte dies Bürgermeister Werner Knaier.

Thema im Ausschuss waren des Weiteren zwei Jubiläen, die in den nächsten Jahren anstehen. So feiert die Bürgerwehr, die alljährlich am letzten Tag der Kirchweih ihren Tag begeht, im Jahr 2016 ihre Gründung vor 400 Jahren.

Zwei Jahre später, 2018, feiert die Gemeinde ihre erste urkundliche Erwähnung vor 1100 Jahren. Um für die Feierlichkeiten rechtzeitig zu planen, will die Gemeinde bereits für das kommende Jahr Geld in den Etat einstellen. In dem Zusammenhang regten Monika Bräutigam und Wolfgang Starz vom Wirtschafts- und Kulturverein an, dass die Gemeinde einen Bauernmarkt oder einen historischen Markt angehen solle. Außerdem könnte zur 1100-Jahr-Feier ein historischer Festzug stattfinden, war ein weitere Anregung.

Festausschuss soll Feier planen

Zur Planung des Ganzen soll ein Festausschuss gebildet werden, der Vorschläge für ein Programm erarbeitet. Ein Datum, wann das Jubiläum gefeiert wird, muss noch festgelegt werden.