Zwei Frauen und 16 Männer nahmen am Sonntag ihre Gesellenbriefe im Schreinerberuf in Empfang. Die Freisprechungsfeier der Schreinerinnung Kitzingen fand im Steigerwald-Zentrum in Handthal (Oberschwarzach) statt. Die Prüfungsbesten waren Jakob Fach (Gaurettersheim), Finn Glauth (Ochsenfurt) und Nils Bäuerlein (Nordheim).

Innungsobermeister Frank Ackermann und Prüfungsvorsitzender Alfred Hörr überreichten unter dem Applaus der Eltern, Ausbilder und Ehrengäste die Gesellenbriefe. "Ihr habt mit eurer Ausbildung ein solides Fundament für euren Beruf gelegt, macht damit weiter", wandte sich Ackermann an die Gesellen. Seine Empfehlung: "Bleibt bei dem, was ihr angefangen habt, geht dort in die Tiefe, ins Detail. Baut auf dem Fundament, das ihr in den vergangenen drei Jahren gelegt habt."

Die Preise im Wettbewerb "Die gute Form" für die besten Gesellenstücke erhielten Maximilian Hein (Gaukönigshofen, Rhein GbR Sulzdorf), Esther Beck (Marktbreit, Schmitt Ladenbau Würzburg) und Andreas Baier (Wasserberndorf, Pfriem Schreinerwerkstatt Schwarzach).

Stellvertretende Landrätin Susanne Knof würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Die erfolgreiche Prüfung sei ein Meilenstein im Leben der Lehrlinge. Ein neuer Weg in eine spannende Zukunft könne beginnen. Knof machte den jungen Leuten Hoffnung, denn "Fachkräfte im Handwerk werden heute händeringend gesucht".

Wegen des Duftes des Holzes und der kreativen Freiheit sei Schreiner und Schreinerin einer der schönsten Handwerksberufe, die man sich vorstellen könne, sagte der Präsident der Handwerkskammer Unterfranken Michael Bissert. Die Auszubildenden hätten mit ihrem Gesellenbrief einen wichtigen Schritt in ihrem Leben gemacht. Sein Dank galt den Ausbildungsbetrieben in "wirtschaftlich unruhigen Zeiten, die aktuell für Sorgenfalten sorgen".

Kreishandwerksmeisterin Monika Henneberger zeigte sich begeistert vom Ideenreichtum und der Vielfalt der Gesellenstücke. Dass sich zwei Frauen für den von Männern dominierten Beruf entschieden haben, empfand sie als besonders bewundernswert. Sechs Schreinergesellen verlieh Peter Nun die erworbenen Zertifikate zur CNC-Fachkraft. Dass die Absolventen Preise mit nach Hause nehmen konnten, war den sponsernden Firmen Klöpferholz, Krönlein, Jordan Holz und Sparkasse Mainfranken zu verdanken. " Nach dem offiziellen Teil inspizierten die Gäste die qualitativ hochwertigen Gesellenstücke, die im Steigerwald-Zentrum ausgestellt waren.

Gesellenbriefe gab es für: Nils Bäuerlein (Nordheim, Ausbildungsbetrieb Ackermann Wiesenbronn), Andreas Baier (Wasserberndorf, Pfriem Schwarzach), Esther Beck (Marktbreit, Schmitt Würzburg), Felix Engelhardt (Willanzheim, Ackermann Wiesenbronn), Jakob Fach (Gaurettersheim, Breunig Gaubüttelbrunn), Sheila Ferguson (Füttersee, Appold Bimbach), Julius Frank (Segnitz, Hartlieb Mainbernheim), Finn Glauth (Ochsenfurt, Ackermann Wiesenbronn), Florian Grötsch (Dettelbach, Pfriem Schwarzach), Hans Hägerich (Wiesentheid, Wehr Kaltensondheim), Felix Hasenfratz (Reichenberg, Kolenda & Bessler Giebelstadt), Maximilian Hein (Gaukönigshofen, Rhein Sulzdorf), Finn Koch (Gaukönigshofen, Supp Sommerhausen), Steffen Krämer (Possenheim, Ackermann Wiesenbronn), Kevin Lang (Marktsteft, Ackermann Wiesenbronn), Julius Mötzel (Willanzheim, Bayer Markt Einersheim), Gabriel Stöckl (Kitzingen, Herbert Kitzingen), Luca Witt (Iphofen, Kessler Possenheim).