Die Soldatenkameradschaft 1872 Markt Einersheim feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der St. Matthäuskirche sowie einem Umzug zum Totengedenken vom Festgelände zum Friedhof und zurück. Daran beteiligten sich alle örtlichen Vereine sowie Fahnenabordnungen aus Geiselwind, Hellmitzheim, Kaltensondheim, Kleinlangheim, Marktsteft, Obernbreit und Neuses am Berg, Kameradschaften aus dem Landkreis, die im Bayerischen Soldatenbund (BSB) organisiert sind.

Anstelle des Vorsitzenden Christian Lackner hatte sein Vize Herbert Klein das Kommando übernommen und legte am Eingang zum Friedhof einen Kranz zum Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Mitglieder der Kameradschaft nieder.

Bürgermeister Herbert Volkamer betonte, die Kameradschaft habe sich in 150 Jahren um die Bewahrung von Kameradschaft und Frieden gekümmert. Die Wichtigkeit sei noch nie so bewusst geworden wie heute. Zudem kümmere sich die Kameradschaft um die alljährliche Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag und betreue schon seit 1922 das Grab eines französischen Soldaten.

150 Jahre Soldatenkameradschaft seien auch 150 Jahre Einbringen in die Dorfgemeinschaft. Klein erinnerte, dass die Kameradschaft nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1872 gegründet wurde und seither Traditionen wie die soldatischen Tugenden Kameradschaft und Können hochhielt, das sei stets eine Verpflichtung gewesen.

Er ließ die angetretenen Abordnungen still stehen und die Fahnenabordnungen die Fahnen zum Gedenken senken, dazu erklangen das Lied vom Kameraden sowie die Nationalhymne.