Behält die Gemeinde Rüdenhausen ihr eigenes Mitteilungsblatt, oder wird sie auch künftig beim gemeinsamen Blatt der Verwaltungsgemeinschaft mitmachen? Dazu will Bürgermeister Gerhard Ackermann demnächst die Haushalte befragen.

Egal wie das Votum der Bürger ausgeht, ist es künftig jedoch nicht auszuschließen, dass die Rüdenhäuser Bürger bald so oder so für den Bezug der amtlichen Mitteilungen bezahlen müssen. Das stellte sich aus den Debatten zu dem Thema im Gemeinderat heraus.

Seit Juni wird probehalber das gemeinsame Blatt für die Wiesentheider Verwaltungsgemeinschaft – Gemeinden Abtswind, Castell, Rüdenhausen und Wiesentheid – erstellt und ausgeteilt. Die Rüdenhäuser hatten sich in der Vergangenheit bereits wenig begeistert von der gemeinsamen Sache gezeigt. Grund: für diesen Fall würde es für sie ab 2015 kostenpflichtig werden.

Einmal im Monat verteilt

Zehn Euro im Jahr würde der Bezug kosten, das Blatt erscheint wöchentlich. Zuvor wurde das Rüdenhäuser Blatt als einziges der beteiligten Gemeinden umsonst und nur einmal im Monat an alle Haushalte dort verteilt. Die Kosten trug die Gemeinde.

In der Ratssitzung stellte Bürgermeister Ackermann in den Raum, dass Rüdenhausen möglicherweise als einzige der VG-Gemeinden ausschere und vom gemeinsamen Blatt abgehe. Das würde heißen, dass wieder ein eigenes zu erstellen wäre, wozu ein zusätzlicher Arbeitsaufwand bei der VG anfiele. Dieser Aufwand müsse finanziert werden, hieß es. Ackermann schloss nicht aus, dass dann die Gemeinde eine jährliche Gebühr verlangt, etwa von zehn Euro. Das warf unterschiedliche Meinungen bei den Räten auf. Jochen Schwemmer plädierte dafür, dass die Informationen grundsätzlich als kostenloser Service für alle Bürger erscheinen sollen. Auch Stefan Spangler fand den Preis bei einem Erscheinen von einmal im Monat zu hoch. Der zweite Bürgermeister Karl-Heinz Rebitzer hielt die Kosten für vertretbar.

Die Abstimmung endete unentschieden, das Thema ist damit wohl noch nicht vom Tisch. Nun wird die Gemeinde dazu erst einmal die Befragung der Bürger abwarten.