Eine Idee, wie weitere Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Gemeindegebiet geplant werden könnten, stellte Jochen Link von der Energietechnik Link am Montagabend dem Martinsheimer Gemeinderat vor. Auf der Sitzung im alten Schulhaus in Gnötzheim betonte er, dass es noch keinerlei konkrete Planungen oder gar Verträge gebe.

Er stellte lediglich ein Konzept vor, wie in Zusammenarbeit mit der Gemeinde die Planung auf wenige Flächen in der Gemeinde beschränkt werden könnte. Gemäß diesem sollen nur noch zwei größere Flächen in Betracht gezogen werden und eventuell kleine abgelegene Bereiche. Dabei soll der Rat in alle Entscheidungen einbezogen werden, zum Beispiel bei Größe und Gestaltung oder Ausgleichsflächen. Das Zusammenwirken soll in einem Durchführungsvertrag geregelt werden. Dank der Zustimmung des Gemeinderates soll nun mit konkreten Planungen begonnen werden.

Nur noch zwei offizielle Amtskästen

Nachdem in der konstituierenden Sitzung nur beschlossen wurde, dass die bisherige Geschäftsordnung vorübergehend weiterhin gilt, wurde nun die neue Geschäftsordnung beschlossen. Wichtige Änderungen sind die Anhebung der Entscheidungsbefugnis des Bürgermeisters für Ausgaben von 3500 Euro auf 4500 Euro und die Reduzierung der Amtskästen von 16 auf acht. Es soll künftig nur noch zwei offizielle Amtskästen in jedem der vier Ortsteile geben.

Weiter wurde festgelegt, dass die Einladung zu Sitzungen nicht mehr schriftlich, sondern digital erfolgen soll, sobald in der Verwaltungsgemeinschaft die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Geschäftsstellenleiterin Kerstin Ebert hofft, dass dies Ende des Jahres der Fall sein wird.

Auch eine neue Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts wurde beschlossen. In dieser ist das Sitzungsgeld geregelt, das von 20 Euro auf 25 Euro angehoben wurde. Vertagt wurde hingegen die Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht gemäß §25 Baugesetzbuch.

Keine einheitlichen Vorgaben in den Bebauungsplänen

Abgelehnt wurde eine Vereinheitlichung der Festsetzungen in den Bebauungsplänen der Gemeinde Martinsheim. Der Rat ist sich zwar einig, dass diese teils veraltet sind. Doch müsste für jede Satzungsänderung ein Verfahren mit Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit durchgeführt werden, was angesichts der wenigen noch nicht bebauten Flächen als unverhältnismäßig und zu teuer erachtet wurde.

Genehmigt wurde die Errichtung eines Einfamilienhauses in Gnötzheim im Baugebiet Bullenheimer Buck. Ebenso wurde dem Umbau und der Umnutzung einer Scheune zu einem Wohnhaus im Altort in Enheim zugestimmt.

Bürgermeister Rainer Ott informierte, dass die Kreisstraße vom Martinsheimer Friedhof bis zum Ortseingang von Enheim eine neue Fahrbahndecke erhalten soll. Er hat als geplanten Zeitraum vom Landratsamt den 3. bis 14. August erhalten.